Mobile SEO: So machst du deine Seite fit für Mobilgeräte!

Mobile, mobile, mobile… kaum ein Tag vergeht, an dem derzeit keine neuen Rekordmarken in punkto Umsatz, Verbreitung und Marktanteile mobiler Betriebssysteme im Rahmen der Verwendung von Smartphones und Tablets verkündet werden.

Grund genug sich mal wieder eingehender mit dem Thema mobile Suchmaschinenoptimierung zu befassen, denn mobile Nutzer suchen anders, sind stark auf sozialen Netzwerken vernetzt und weisen einen starken lokalen Bezug auf.

Sie erwarten nutzerfreundliche Websites, die auch auf einem Smartphone Display einfach zu bedienen sind und Conversions von mobilen Nutzern führen vor allem zu Telefonanrufen.

Hier nun eine Auflistung von neun relevanten Aspekten, die bei jeder mobile SEO Kampagne bedacht und optimal umgesetzt werden sollten.

1. Nutzerpsychologie und -verhalten im Blick behalten

Mobile Nutzer suchen anders. Sie verwenden sehr gerne möglichst wenige Suchbegriffe und verlassen sich immer häufiger darauf, dass Google einerseits passende Suchvorschläge per Google Suggest anbietet, die man per „autocomplete“ nur noch antippen muss.

Andererseits realisieren auch immer mehr Nutzer, dass Google den Standort erkennt und auch bei generischen 1-Wort Suchanfragen immer mehr lokale Suchergebnisse ausliefert.

Mobile Suche Google Suggest

Was ist zu tun?

Sowohl Seiten-Titel, als auch Meta-Descriptions der mobilen Website-Version sollten auf diese Begriffe hin abgestimmt werden.

Dies trägt einerseits zu verbesserten Rankings bei höherer Keyword-Relevanz bei und kann im Fall der Description auch die Click-Through Rate (CTR) auf den Suchergebnissen (SERPs) verbessern.

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2. Social Media als Kernbestandteil mobiler Webnutzung berücksichtigen

Mobile Nutzer sind in der Regel bei etlichen sozialen Netzwerken permanent eingeloggt. Inhalte, die mobilen Nutzern präsentiert werden, sollten daher 1) einfacher zu konsumieren sein und 2) eine möglichst hohe visuelle Attraktivität aufweisen.

Dies wirkt sich positiv auf die Bereitschaft der Nutzer aus, schicke Abbildungen und Videos mit anderen Nutzern auf Facebook oder Twitter zu teilen.

Mobile Social Media

Was ist zu tun?

Auffällige Einbindung der für die Zielgruppe der Website wichtigsten Social Media Plattformen verbunden mit einem auffordernden „Call-to-action“ den Inhalt bei Gefallen zu verbreiten.

3. User-Agent und Nutzer zur richtigen Website-Version leiten

Für den Fall, dass man sich nun gezielt um die Optimierung einer Website für mobile Endgeräte kümmert, ist es absolut notwendig aufs Genaueste zu prüfen, zu welcher Version sowohl die Suchmaschinen-Crawler, als auch die Nutzer geleitet werden.

Was ist zu tun?

Hat man geprüft, ob die Weiterleitung zur mobilen Version funktioniert, gilt es abschließend sicherzustellen, dass sowohl der Googlebot Mobile, als auch die Nutzer mit mobilen Endgeräten stets zur gleichen Version gelangen, da man andernfalls Gefahr läuft, ein Penalty wegen Cloakings aufgebrummt zu bekommen.

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4. Die Größe ist entscheidend

Mobile Endgeräte haben in der Regel Touchscreens. Einen herkömmlichen Link wie beim Webbrowser anzuklicken, kann bisweilen eine fummelige Angelegenheit sein.

Aus diesem Grund ist es wichtig vor allem die Navigation nutzerfreundlich zu gestalten, indem die einzelnen Menüpunkte ausreichend groß und verständlich beschrieben sind.

Mobile Website Navigation

Was ist zu tun?

Webdesigner sollten in jedem Fall ein vertikales Menü konzipieren. Für den mobilen Nutzer sind derartige Listen-Navigationen problemlos zu verwenden.

5. Mobile Version skalierend entwickeln und nicht einfach runterskalieren, damit diese passt

Was in jedem Fall vermieden werden sollte, ist der Ansatz mit der mobilen Version einfach nur eine vom Funktions- und Informationsumfang her extrem reduzierte Version anzubieten. Das macht deswegen keinen Sinn, weil immer mehr Nutzer hauptsächlich nur noch mit mobilen Endgeräten ins Web gehen.

Wer einfach nur auf eine abgespeckte Variante setzt, der verschenkt nicht nur sämtliche Potenziale, die eine vollständige, nutzerfreundliche mobile Version bieten würde – es ist im Endeffekt auch eine augenfällige Qualitätsminderung, die der Nutzer in den allermeisten Fällen auch bei der Verwendung der Website spürt, ganz besonders, wenn dieser die Desktop-Variante der Website kennt.

Was ist zu tun?

Es sollte in jedem Fall angestrebt werden in der mobilen Variante den vollständigen Informations- und Funktionsumfang anzubieten, der 1) auf mobilen Endgeräten Sinn macht und den man 2) von der Desktop-Version her kennen könnte. Dies erfordert zum Teil eine neue Priorisierung der Inhalte nach mobilem Nutzerverhalten, was sich in einer überarbeiteten Nutzeroberfläche wiederspiegelt.

Außerdem stellt sich auch die Frage, was sich wohl die Nutzer für einen Eindruck von einer Website machen, die bei Aufruf von Suchresultaten in der mobilen Variante 404-Fehlermeldungen oder schlichtweg leere Seiten liefert, nur weil man sich für eine abgespeckte Fassung der Website entschieden hat.

Es sollte letztendlich auch stets gewährleistet werden, dass die Nutzer sich mobile URLs speichern oder anderen Nutzern schicken können, die dann auch problemlos im Browser mit einem Desktop-PC aufrufbar sein sollten.

6. Es ist wichtig, wo sich welcher Link befindet

Jede Website, die auf mobile Endgeräte optimiert wurde, sollte in jedem Fall dennoch einen Link zur herkömmlichen Web-Version anbieten.

Nutzer mit einem Tablet könnten in Versuchung geraten die Website auf gewohntem Wege zu verwenden, falls sie das lieber mögen. Es ist wichtig hier ein wenig flexibel zu bleiben und den Nutzer nicht in ein Verhaltens-Korsett zu zwingen.

Zur Desktop-Variante wechseln

Was ist zu tun?

Mach es den Nutzern leicht und biete stets eine Auswahlmöglichkeit an, um ihn nicht zu bevormunden. In einigen Fällen kann es auch Sinn machen, den Link etwas prominenter, als in den obigen Beispielen anzubringen.

7. Nicht den „Click-to-Call“ Button vergessen, denn mobile Nutzer rufen an!

Eigentlich ganz logisch: Nutzer mit Smartphones und in einem geringerem Umfang auch solche, die Tablets ihr eigen nennen können, greifen selbstverständlich gerne direkt zum Hörer, denn dieser liegt ja bereits in der Hand.

Mobil SEO Rufnummer

Was ist zu tun?

Aus diesem Grund sollte bei mobilen Versionen eigentlich auf jeder URL eine auffällige Telefonnummer angebracht werden, die per „Click-to-Call“ aktiviert werden kann.

8. „Rich Content“ (Fotos & Videos) sparsam einsetzen

Nicht überall wird kostenlos Wlan angeboten und die Netzabdeckung ist auch nicht an jedem Ort mit 4G gewährleistet. Das hat zur Folge, dass mobile Seiten schlank konzipiert sein sollten, um Ladezeiten möglichst kurz zu halten.

Daher sollten Fotos und Videos stets nur in einem geringen Umfang mit hoher Komprimierung für mobile Endgeräte angeboten werden.

Eine Medien-Website, die dies auch bei schlechter Netzabedeckung ganz gut bei absolut akzeptablen Ladezeiten löst ist beispielsweise Spiegel-Online, aber auch die englischsprachige Version der Coca-Cola Website.

Mobile SEO Medien

Was ist zu tun?

Möglichst starke Komprimierung der Medien-Daten durchführen, viel auf Caching-Mechanismen setzen sowie Bilder und Videos nur dort anzeigen, wo es Sinn macht.

Eine simple Listen-Navigation wie bei den beiden Beispielen Amazon und eBay mit Bildern aufzupeppen macht bei der mobilen Version nur wenig Sinn.

9. Native App vs mobile Version der Website? Es kommt darauf an…

Diese Frage stellen sich viele Unternehmen: Sollen wir eine App konzipieren oder doch lieber eine mobile Version der Website anbieten.Wie üblich kommt es darauf an, was damit bezweckt wird.

Eine mobile Version ist hervorragend geeignet Link- und Such-Traffic abzufangen, der mit Smartphones oder Tablets unterwegs ist. Gerade bei kleineren Nischen-Onlineshops mit hoher Fluktuation bei der Kundschaft bietet sich eine mobile Version an, denn die Nutzer verwenden den Online-Shop nicht täglich, die allermeisten kommen niemals wieder.

Native Apps

Was ist zu tun?

Eine App hingegen wird immer dann relevant, wenn davon auszugehen ist, dass die Nutzer diese wie ein Tool regelmäßig verwenden. Ob es sich nun um Online-Banking handelt, um eine Wetter-App oder ein Ticker, der aktuelle Börsendaten liefert – wenn diese häufig verwendet werden, dann macht eine Konzeption derartiger Apps auch tatsächlich Sinn.

Dreht sich auf der Website jedoch alles um zufälligen Link- und Such-Traffic, dann ist eine mobile Variante der Website in jedem Fall sinnvoller und vor allem deutlich kostengünstiger in der Entwicklung.

Fazit

Die Optimierung für mobile Endgeräte erfordert an vielen Stellen ein generelles Umdenken. Dabei ist es wichtig dem Nutzerverhalten stets optimal Rechnung zu tragen und dazu passende Conversion-Optionen zur Verfügung zu stellen.

Angefangen von Abweichungen bei den Suchbegriffen, über die starke Einbindung mobiler Nutzer in soziale Netzwerke bis hin zu vertikalen Liste-Navigationen, gehört zur mobilen Suchmaschinenoptimierung auch stets UX-Optimierung dazu.

Dazu gehört auch, dem Nutzer die Freiheit zu lassen, auch immer zur herkömmlichen Version der Website wechseln zu können.

Außerdem gehört zu einer mobilen Strategie auch immer dazu, sich der Fragestellung „App oder mobile Website?“ zu stellen. Diese entscheidet sich nach dem Verwendungszweck und der Frequenz, wie häufig ein- und derselbe Nutzer die Website ansteuert.

Abschließend muss in diesem Zusammenhang noch darauf geachtet werden, die Suchmaschinen-Crawer auch tatsächlich die mobile Version der Website crawlen zu lassen, denn mit dem Googlebot Mobile existiert ein Bot, der durchaus imstande ist, eine Unterscheidung zwischen der Web-Variante und der mobilen Version zu treffen, ohne das es zu Duplicate Content Problemen kommen muss.

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3 Kommentare zu Mobile SEO: So machst du deine Seite fit für Mobilgeräte!

  1. Patrick sagt:

    Im Bereich mobile SEO muss auf jeden Fall ein großer Unterschied zwischen native und Web App gemacht werden. Für Unternehmen kann ein Web App einen massiven Vorteil bringen, da Sie ihre Dienstleistungen verstärkt beweben können und zusätzlich SEO betreiben.

    Aus eigener Erfahrung ist es bei kommerziellen Apps für Unternehmen lediglich eine Präsentation der eignen Kompetenzen ohne zusätzlichen Funktionalitäten. Web Apps können unter jedem Betriebssystem genutzt werden und müssen nicht in 3 oder mehr anderen Programmiersprachen übersetzt werden (Kostenersparnis bis zu 60 %).

    Wie in diesem Text richtig erwähnt muss der große Unterschied gemacht werden bezüglich der Nutzung. Verwende ich ein Tool oder einen zusätzlichen Marketingkanal? Diese Frage gilt es zu beantworten.

    Danke für diese ausführliche Erklärung von SEO für mobile Lösungen!

  2. Max sagt:

    Super Artikel. An ein paar Dinge hatte ich noch gar nicht gedacht (z. B. die Cloaking Problematik). Auch die mobile Entwicklung im AdWords Bereich ist sehr spannend….

  3. Mirco sagt:

    Passend zu der Thematik möchte ich für die Nutzung in „Responsive Layouts“ einmal unser Javascript zur Verfügung stellen, welches in der mobilen Darstellung sämtliche Elemente mit der Klasse „clicktocall“ in anklickbare Links umwandelt und diese auch gleich mit dem Cursor-Typ „Pointer“ darstellt, so dass diese auch direkt als anklickbare Elemente ersichtlich sind.

    Beste Grüße,
    Mirco

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