Keyword-Recherche: So findest du die richtigen Schlüsselbegriffe!

Keywords sind im wahrsten Sinne des Wortes der Schlüssel zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung. Die richtigen Schlüsselbegriffe für eine Website zu finden, ist Aufgabe der Keyword Recherche und der erste Schritt in der Suchmaschinenoptimierung.

Wer jetzt nur an ein kreatives Brainstorming zur eigenen Produktpalette denkt, denkt leider zu kurz: Die Keyword Recherche hat vor allem mit Analyse und Berechnungen zu tun – die eigene Intuition ist nur der Anfang. Hier eine mögliche Herangehensweise:

Schritt 1: Die kreative Phase

Welche Keywords beschreiben die Produkte, das Unternehmen, den Inhalt der Website am besten? Die Antwort auf diese Frage ist der einfachste Part der Keyword Recherche. Je nach Umfang des Angebotes bringst du die ersten 20, 30 vielleicht aber auch schon 50 Begriffe auf die Keyword Liste. Doch damit ist die kreative Phase nicht beendet.

Die nächste Frage lautet: Wer ist die Zielgruppe dieser Website – und nach welchen Begriffen wird sie suchen, um diese zu finden? Zunächst einmal sind hier die eigene Kenntnis und Erfahrung, aber auch Intuition gefragt.

Es hilft auch, Bekannte zu fragen, die zur Zielgruppe gehören. Als letzter Schritt der kreativen Phase in der Keyword Recherche sollten gebräuchliche Synonyme der Keywords mit auf die Liste kommen.

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Schritt 2: Die Keyword Analyse

Ist die kreative Phase beendet, dann wird die so erarbeitete Liste mithilfe von Analysetools erweitert und auf den Prüfstand gestellt. Dabei helfen diverse kostenlose Online Tools wie Insights for Search und das Keyword Tool von Google.

Daneben gibt es auch Suchmaschinen-unabhängige Anbieter wie das amerikanische Tool SEMRush sowie Analyse-Tools wie Xovi, mit denen man auch die Keywords der Konkurrenz herausfinden kann, zu denen sie bereits in den Top 100 rankt. Diese Phase der Keyword Recherche lässt sich, um Zeit zu sparen, aber auch in die Hände kostenpflichtiger Anbieter legen

Die Analyse mithilfe dieser Tools hat mehrere Ziele für die Keyword Recherche: Zum einen lässt sich herausfinden, für welche Keywords die zu optimierende Website (wenn sie schon besteht) bereits in den Suchmaschinen gelistet wird (zum Beispiel mit SEMRush).

Zum anderen zeigen die Tools, wie häufig die in Frage kommenden Keywords gesucht werden. Insight for Search gibt zudem noch eine Prognose für die weitere Suchentwicklung ab und listet verwandte Keywords, die im Suchvolumen derzeit ansteigen.

Hilfreich ist auch die Vorschlagsfunktion im Keyword Tool und bei SEMRush: Damit analysieren die Programme den Inhalt der untersuchten Website und bringen ihrerseits Keywordvorschläge. In dieser Phase werden noch zahlreiche neue Worte zur ersten Keyword Liste hinzukommen.

Tipp: Mit den Tools lassen sich ebenso gut die Websites der Mitbewerber analysieren – auch deren Auswahl an Schlüsselbegriffen sollte man in die eigene Keyword Recherche mit einbeziehen.

Schritt 3: Die mathematische Phase

Das (lokale) Suchvolumen jedes einzelnen Keywords auf der Kandidaten Liste ist die eine Kennzahl, die in der mathematischen Phase der Keyword Recherche eine Rolle spielt, die zweite ist die Relevanz des jeweiligen Keywords für die eigene Website.

Hierfür geht der Websitebetreiber noch einmal die komplette Liste durch und gibt in Prozentzahlen an, wie wichtig jedes einzelne Keyword ist. Diese Zahl vermerkt man am besten in einer Spalte neben den Suchvolumina, die im vorherigen Schritt ermittelt wurden.

Tipp: Hier zählen Realismus und ein möglichst objektiver, kritischer Blick: Ist es wirklich 100 Prozent wichtig, dass die Website einer Autowerkstatt in Düsseldorf für das Keyword Autowerkstatt optimiert wird? Wahrscheinlich eher nicht. Das Keyword Autowerkstatt Düsseldorf hat sicherlich die höhere Bedeutung und mehr Potenzial, tatsächlich Aufträge zu generieren.

Wirklich mathematisch wird es, sobald die Prozentzahlen für alle Begriffe auf der Liste zur Keyword Recherche vermerkt sind. Multipliziert man diese mit den Suchvolumina für jedes Keyword, so bekommt man die wichtigste Kennzahl für die Auswahl: Je höher der Wert, desto relevanter das Keyword. Die nach dieser Kennzahl sortierte Rangliste bildet die Grundlage für die Auswahl und das Ergebnis der Keyword Recherche.

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Schritt 4: Die Auswahl

Nein, es wäre zu einfach, jetzt schlicht die 20, 30 oder 40 Keywords mit der höchsten Kennzahl als Ergebnis der Keyword Recherche auszuwählen – und auch nicht zielführend. Neben der Kennzahl sollte man auch noch die Suchvolumina im Auge behalten.

Gerade für neue, kleinere Websites ist eine ausschließliche Optimierung auf Keywords mit hohen Suchvolumina nicht unbedingt sinnvoll: Die Wahrscheinlichkeit, dass deine  Website wirklich gut für eines dieser Keywords gelistet wird, ist zu gering. Ganz auf diese Top-Keywords verzichten, solltest du aber trotzdem nicht.

Die Kunst ist in dieser Phase der Keyword Recherche, die Balance zu finden, zwischen hoher Kennzahl und realistischer Einschätzung der Möglichkeiten der Seite. Die Betreiber kleiner, neuer Websites sollten sich lieber stärker auf die für sie relevantesten (Nischen-)Keywords mit geringeren Suchvolumina (zum Beispiel eben lieber Autowerkstatt Düsseldorf statt Autowerkstatt) konzentrieren und nur auf wenige der Top-Keywords optimieren.

Für die weniger gesuchten Keywords ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Rankings größer, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass der User, der derart differenziert gesucht hat, tatsächlich zum Kunden wird.

Tipp: Bevorzugt sollte man bei der Auswahl Keywords behandeln, für die die Website bereits in den Suchmaschinen gelistet wird – diese noch weiter zu optimieren ist deutlich einfacher, als neue Begriffe einzuführen.

Schritt 5: Die Kontrolle

Das Ergebnis der Keyword Recherche steht, jetzt heißt es, die Auswahl noch einmal mit der Vorschlagsfunktion der oben bereits erwähnten Tools gegenzuchecken: Hier können durchaus noch neue Begriffe auftauchen, die man zuvor übersehen hatte.

Oder ein Rechenfehler hat dafür gesorgt, dass ein Keyword eine hohe Kennzahl erhalten hat, obwohl ein Synonym tatsächlich sinnvoller gewesen wäre. Der letzte Check gibt hierüber Aufschluss und sollte den Abschluss der Keyword Recherche bilden.

Keyword-Recherche mit dem Google AdWords Keyword-Planer

Das Thema Keyword-Recherche stellt, wie du sicher schon festgestellt hast, im Rahmen von SEO-Maßnahmen einen der wichtigsten Punkte dar. Ohne inhaltlich fokussierte Inhalte, in denen relevante Suchbegriffe eingebettet sind, ist es nicht möglich relevanten Traffic für eine Website zu generieren.

Experimente mit Inhalten für spezifische Suchbegriffe ermöglichen es jedoch mehr über die expliziten Ziele und die impliziten Intentionen der Nutzer herauszufinden. Um dies zu bewerkstelligen bieten sich etliche Methoden zur Keyword-Recherche, wie beispielsweise eine übergreifende Konkurrenz-Analyse mit einem WDF*IDF Tool, die Auswertung der Suchdatenbank eines Online-Shops oder die Schaltung einer Google AdWords-Kampagne an.

Eine weitere interessante Alternative bietet jedoch auch der Google Keyword-Planer, der unlängst das AdWords Keyword-Tool abgelöst hat. Im folgenden stelle ich ein paar Ansätze vor, mit denen man – unter Einbeziehung von Wettbewerbern sowie anderen taxonomisch sinnvoll organisierten Websites – an Inspirationen zu neuen Inhalten für seine Website gelangt.

Die allermeisten werden die folgende Situation gut kennen: Man ist zu einem Gespräch mit einem potenziellen Kunden eingeladen und möchte dabei selbstverständlich möglichst viele kritische Punkte ansprechen, für die man SEO-Dienstleistungen verkaufen kann. Angesichts des immens hohen Stellenwerts einer relevanten Keyword-Recherche bietet sich dieses Thema bei den allermeisten Websites an.

Doch was macht man, wenn man keinen Zugriff auf die Google Analytics-Daten des Unternehmen hat? Ganz abgesehen davon, dass dank „not provided“ ohnehin nur noch ein Bruchteil der Suchbegriffe, die organischen Traffic liefern, reported wird. Ein paar Alternativen und Ansätze zur Keyword-Recherche hat Alexander Kasten bereits in seiner zweiteiligen Beitragsreihe (Teil 1 | Teil 2) vorgestellt:

In meinem Artikel drehen sich die Recherche-Methoden, die ich vorstellen möchte, zu 100 % um den Google AdWords Keywordplaner.

Überblick

Folgende Methoden zur Keyword-Recherche mit dem Google Keyword-Planer möchte ich heute anhand von Beispielen vorstellen:

  • Sinnvoll strukturierte Kataloge (Wikipedia & Co.) auswerten
  • Websites von erfolgreichen Wettbewerbern „anzapfen“
  • Thematisch passende Foren analysieren
  • Social Media Communities abschöpfen

Die Liste ist erheblich erweiterbar und soll nur als erster Orientierungspunkt bei der Zusammenstellung von eigenen Recherche-Ansätzen dienen. Der größtmögliche Nutzen lässt sich aus der Methodik ziehen, wenn man möglichst viele unterschiedlichen Typen an Websites zur Recherche mit dem Keyword-Planer heranzieht.

Für eine gezielten Keyword-Recherche ist es jedoch notwendig, weitere Methoden zur Feststellung der Relevanz gewisser Suchbegriffe heranzuziehen. Weiterführende Informationen rund um das Thema Keyword-Recherche findet man beispielsweise bei den geschätzten Branchenkollegen Karl Kratz, Mr. Black Hat oder Finn Hillebrandt.

Der Einstieg in den AdWords Keyword-Planer

Google Keyword-Tool Start

Da wir uns für die Recherche nach neuen, relevanten Keywords interessieren, wählen wir auf der Startseite des Google Keyword-Planer den ersten Menüpunkt „Ideen für neuen Keywords und Anzeigengruppen suchen“ aus.

Adwords Keyword-Planer Einstellungen

Im nächsten Schritt ignorieren wir das erste Feld „Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung“, sondern tragen unter „Ihre Zielseite“ die gewünschte Website ein, die der Google Keyword-Planer für uns untersuchen soll.

Welche Websites man nun auswählen könnte, was die unterschiedlichen Website-Typen im Kontext einer Keyword-Recherche leisten können, wie man die Keyword-Filter verwendet und wie man den Google Keyword-Planer zur Erlangung unterschiedlicher Perspektiven auf die Nutzerpsychologie dank der Arbeit anderer Leute „missbrauchen“ kann, wird in den folgenden Abschnitten detailliert erläutert.

Als Ausgangspunkt versetzen wir uns in die Lage eines lokalen Spielwarengeschäfts, dass sich auf das Themenfeld „Modellbau, RC-Modelle, Fernsteuerungen, etc.“ spezialisiert hat. Mit der neuen Website möchte der Anbieter zum Einen im lokalen Umfeld von interessierten Nutzern gefunden werden. Darüber hinaus plant der Ladeninhaber auch mit einem Online-Shop an den Start zu gehen und möchte im Vorfeld eruieren, mit welchen Suchbegriffen die Nutzer diese Themenwelt erschließen.

Google Keyword-Planer Wikipedia analysieren

Wie man in dieser ungefilterten und nach Anzahl der „Durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat“ sortierten Ansicht erkennt, bleibt man bei eine derartigen Herangehensweise in jedem Fall erst mal „an der Oberfläche“. Es werden zuverlässig die wichtigsten Begriffe aufgeführt, die von den Wikipedia-Editoren hinsichtlich des Themas „Modellbau“ als für wichtig erachtet wurden und für die Google ausreichend Daten aus der Schaltung von Google AdWords vorliegen.

Um nun herauszufinden welche Begriffe weniger Wettbewerb ausgesetzt sind, tendenziell nicht-kommerziell sind und dabei ein gerade noch akzeptables Suchvolumen aufweisen, ist es notwendig den Keyword-Filter zu verwenden:

Google Keyword Tool Filter

Für das Beispiel habe ich „größer oder gleich 50 monatliche Suchanfragen“ ausgewählt und dies zusätzlich noch durch „niedrigen Wettbewerb“ und ein AdWords-Gebot von unter 0,50 € spezifiziert. Die gefiltert angezeigten Suchbegriffe (die übrigens bei Filterung nicht immer weniger, sondern teilweise sogar mehr werden!) weisen eine recht spezialisierte Sicht auf das Thema Modellbau auf.

Google Keyword Tool Filter verfeinern

Man erkennt anhand der gefilterten Suchbegriffe recht schnell, dass hier Probleme und offene Fragen von Nutzern formuliert werden. Eine kompetente Antwort auf die Frage „Wie wird Plastik hergestellt?“, die gut strukturiert die unterschiedlichen, im Modellbau verwendeten Plastiksorten und deren Herstellungsweise aufführt, ist nicht nur in der Lage kontinuierlich für relevanten Traffic zu sorgen, sondern kann auch über lange Zeit hinweg das Ziel von freiwilligen Verlinkungen sein.

Ein derartiger „natürlich-passiver“ Linkaufbau über die Erstellung von nützlichen Inhalten mit Mehrwert, lässt sich mittels der verfeinerten Recherche über den Google Keyword-Planer recht gut Schritt-für-Schritt vorantreiben. Neue Domains haben in der Regel ohnehin nur wenig Chancen für die umkämpften Ein-Wort-Suchbegriffe in der Google Suche zu ranken.

Es kann daher auch aus Traffic-Sicht zunächst sinnvoll sein, sich mit vollem Elan auf die Erstellung von spezialisierten Inhalten zu stürzen, bevor man „sich die Zähne“ am Top-Suchbegriff der jeweiligen Branche „ausbeißt“. Aus diesem Grund steigen wir nun zusammen mit dem Modellbau-Unternehmer in das Unterthema „Modellbau Autos“ ein und versuchen auch dort den Google Keyword-Planer für uns arbeiten zu lassen.

Adwords Keywordplaner Suchbegriffe verfeinern

Es macht in jedem Fall Sinn, wenn man auch bei Wikipedia für die Recherche nach Suchbegriffen die zu bestimmten Unterkategorien passen, eine spezialisierte Wikipedia-Unterseite heraussucht und diese durch den Google Keyword-Planer „jagt“.

Bei dem im Beispiel verwendeten Filter („vorgeschlagenes Gebot gleich oder mehr als 0,30 €“) gelangt man beispielsweise zu den kommerziellen Dauerbrennern „Automarken“ für die Unterkategorie „Modellautos“.

Man findet auf diese Weise aber auch heraus, dass die Nutzerabsicht „Modellauto selber bauen“ ebenfalls kommerziell besetzt ist bzw. von Unternehmen bereits als AdWords-Anzeige in der Google Suche dafür verwendet wird, relevante Nutzer zu einer Website zu führen.

Die implizite Kaufabsicht, die sich vordergründig aus diesem Suchbegriff nicht unbedingt auf den ersten Blick ergibt, ist scheinbar gegeben und von Wettbewerbern erprobt.

Keyword-Recherche Unterkategorien

Die Auswertung der Unterseite „Fahrzeugmodelle“ des Modellbau-Wiki zeigt nach Filterung der Keyword-Ideen („vorgeschlagenes Gebot gleich oder mehr als 0,30 €“), dass das Themenumfeld „elektronische Bauteile in Modellfahrzeugmotoren“ in jedem Fall eine kommerzielle Komponente in sich birgt, die auch noch zu einem hohen Wettbewerb in der AdWords-Schaltung führt.

Es wird voraussichtlich nicht einfach sein, gute Rankings mit Inhalten zu diesen transaktionalen Keywords zu erzielen, doch wenn dies geschieht, darf man sich bei adäquater Landingpage-Gestaltung im Online-Shop sicher sein, daraus einen kommerziellen Erfolg herzuleiten.

Keyword Tool Konkurrenzanalyse Unterkategorien verfeinern

Als Beispiel für einen „erfolgreichen Wettbewerber“ soll hier der Conrad Online-Shop dienen. Filtert man die Keyword-Vorschläge nach „Durchschnittlich gleich oder mehr als 500 Suchanfragen pro Monat“ und wählt dabei den Filter „Niedriger Wettbewerb“, so tauchen hauptsächlich Modellbau Marken in den Suchbegriffen auf, die vom Google Keywordplaner vorgeschlagen werden.

Die Modellbau-Marken als Keywords zeichnet daher folgendes aus: Sie werden recht häufig gesucht, die Gebote für Anzeigen variieren teils sehr stark und der Wettbewerb um Anzeigen ist recht niedrig.

Doch was kann man für SEO daraus ableiten? Man darf davon ausgehen, dass die Konkurrenzdichte in den Suchergebnissen verhältnismäßig hoch ist, aber ganz klar von den Domains der Markeninhaber dominiert werden. Dies ist auch voll im Sinne von Google, da „Brands“ in den letzten Jahren immer mehr Platz auf den SERPs eingeräumt wurde (Mega-Sitelinks, Knowledge Graph, etc.).

Der niedrige AdWords-Wettbewerb zeigt auf, dass die Begriffe kommerziell nur schwer zu verwerten sind, da nicht klar ist, was der Nutzer bei der Verwendung dieser Brand-Keywords intendiert (Informationssuche? Transaktion durchführen? Navigation?).

Man sollte sich daher gut überlegen, ob man die Investition in die SEO-Maßnahmen und in die Content-Erstellung, um für Modellbau-Markenbegriffe organisch zu ranken, nicht besser in einem effizienteren Begriffsumfeld tätigt, bei dem sichergestellt ist, dass die transaktionale oder informative Komponente eindeutig gegeben ist.

Nischen finden mit dem Keyword Tool

In diesem Beispiel habe ich mir ein gut frequentiertes, spezialisiertes Modellbau-Forum herausgesucht und erst mal die Startseite in den AdWords Keyword-Planer eingegeben.

Der Filter ist hier auf „vorgeschlagenes Gebot gleich oder weniger als 0,10 €“ eingestellt, um kommerzielle Suchbegriffe mit hohem Transaktionsvolumen auszuschließen.

Hierdurch erhält man eine Auflistung – hier aufsteigend nach „Wettbewerb“ sortiert – in der allerhand Nischen-Suchbegriffe aufgeführt werden. Diese weisen isoliert betrachtet kein hohes Suchvolumen auf.

Erstellt man jedoch viele Unterseiten nach diesem Muster, so kann man für viel relevanten Traffic sorgen, den man mit guten Antworten auf die gestellten Fragen bzw. mit adäquaten Lösungen für Probleme zufriedenstellen kann.

Ein derartiger Ansatz ist dann eher als passives Linkbuilding und den Aufbau einer guten Online-Reputation im Bereich „Modellbau“ zu werten, denn als Konsolidierung eines relevanten Keyword-Sets, das sich kommerziell ausschlachten lässt.

Exkurs: Weiterführende Recherche für den Linkaufbau über die gezielte Erstellung von relevanten Inhalten

Wenn man sich die Suchbegriffe aus der letzten Analyse des Keywordplaner anschaut, dann fällt auf, dass diese kaum kommerziell sind. Dafür würde aber eine adäquate Beantwortung des Problems vielen Nutzern weiterhelfen, die leidenschaftlich am Thema dran sind.

Diesen Aspekt gilt es unbedingt bei der Erstellung von relevanten Inhalten für den Linkaufbau im Hinterkopf zu behalten. Was bringt die schönste Content-Kampagne und vorhergehende Keyword-Recherche, wenn man sich ein Thema herausgesucht hat, dass zwar viele interessiert, keiner dazu aber öffentlich einstehen würde, weil es z. B. peinlich ist oder zu trivial oder zu wenig leidenschaftliche Emotionen bei den Nutzern hervorruft.

Schauen wir uns z. B. mal an, was die Position 1 bei Google für das Keyword „Figuren bemalen“ für ein externes Linkprofil hat. Hierzu habe ich die URL einfach mal bei Majestic durch den Site Explorer laufen lassen.

Konkurrenz Backlinks

Wie man erkennt hat diese URL in der vergangenen Zeit 111 Links von 7 unterschiedlichen Domains aus 7 verschiedenen IP-Netzen erhalten. Das ist ein schöner Wert, besonders weil die Links durch die Bank natürlich entstanden sind und in relevanten Foren und auf themenrelevanten Domains sitzen, die allesamt von begeisterten Hobby-Modellbauenthusiasten frequentiert bzw. betrieben werden.

Linkaufaufbau mit dem Google Keywordplaner in drei Schritten

Nachdem man im ersten Schritt mithilfe des Google Keywordplaner analysiert hat, welche Suchbegriffe wenig kommerziell sind und Nischen-Probleme darstellen, gilt es im zweiten Schritt die URLs zu untersuchen, die für diese Suchbegriffe organisch ranken.

Ist das Aufkommen an Links, die zu dieser URL verweisen interessant, dann gilt es nun noch hilfreicheren oder ergänzenden Content zu erstellen, auf den andere Nutzer verlinken könnten.

Im dritten und letzen Schritt kann man auf die Betreiber der Websites zugehen, die bereits auf die URL verlinken, die man untersucht hat und bietet diesen an, auf den neuen Content, den man erstellt hat, zu verlinken.

Lediglich der Vollständigkeit halber (und zur Inspiration für dich) habe ich noch kurz eine RC Modell-Community auf Google+ durch den Keywordplaner laufen lassen.

Trend Keywords finden

Herausgekommen ist ein Überblick über die aktuellen Trends bei den umkämpften „Short Head“ Keywords, aus dem hervorgeht, dass „Ferngesteuerte Hubschrauber“ nicht nur DAS Thema unter RC-Modellbauenthusiasten ist, sondern auch begrifflich von den gängigen Bezeichnungen wie „RC Auto“, „RC Flugzeug“ oder „RC Bagger“ abweicht. Zwei Erkenntnisse auf die Schnelle… das kann der Google AdWords Keywordplaner auch.

Wer tiefer einsteigen möchte, dem setzt nur die eigene Kreativität im Umgang mit den recherchierten Informationen eine Grenze!

Fazit

Abschließend kann man nach diesem kurzen Einblick in die Fähigkeiten des Tools behaupten, dass Google mit dem Keywordplaner ein Instrument für SEOs geschaffen hat, dass umfassendere Analyse-Optionen bietet, als der nunmehr nicht mehr verfügbare Google AdWords-Keywordtool geboten hatte.

Nach der Analyse ausgewählter Websites von Wettbewerbern, Enzyklopädien, Foren und Social Media Communites und vielem anderem mehr, gelangt man immer tiefer in die inhaltliche Bandbreite zu einem bestimmten Thema.

Die Filter-Optionen nach Gebotshöhe und Wettbewerb (kommerzielle Relevanz) sowie nach dem Suchvolumen und den voraussichtlichen Anzeigen-Impressionen (Popularität) bieten eine gute Möglichkeit die Intention (Transaktion? Information? Navigation?) der Nutzer aus dem Keyword-Fundus herauzuarbeiten.

Selbstverständlich ist bei der Bewertung der Suchbegriffe und den damit zusammenhängenden Intentionen der Nutzer auch ein wenig Erfahrung, weiterführende Recherche und gesunder Menschenverstand vonnöten, aber das sind ja bekanntlich Aspekte, die in jeder Situation weiterhelfen.

Doch der Google Keywordplaner ist nicht nur zur Recherche von Keywords für die Erstellung von relevanten Inhalten geeignet, sondern indirekt auch für die Recherche im Vorfeld von Linkaufbau-Maßnahmen.

Hat man mithilfe der Filter-Optionen nicht-kommerzielle Suchbegriffe mit adäquatem Suchvolumen identifiziert, so kann man im nächsten Schritt die Suchergebnisse für diese Keywords analysieren und die rankenden URLs durch ein Link-Analyse Tool seiner Wahl jagen.

Stellt man dabei fest, dass die Themen durchaus zu relevanten Verlinkungen führen, so kann man diese Information gezielt zur Erstellung von passendem Content für die Nutzer der eigenen Website und zur anschließenden Link-Akquise verwenden.

Selbstverständlich ist der Google AdWords Keywordplaner nicht DAS ultimative Keyword-Tool, dass man forthin verwenden muss, aber als Ergänzung zu den anderen Recherche-Instrumenten bietet das Tool in jedem Fall ein paar interessante Auswertungs-Optionen, von denen ich heute ein paar vorstellen wollte.

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5 Kommentare zu Keyword-Recherche: So findest du die richtigen Schlüsselbegriffe!

  1. Constantine sagt:

    Ich möchte einfach nur mal ein Lob da lassen. Der Artikel öffnet einem wirklich die Augen und kann zurecht als „supergeil“ betitelt werden! Vom Inhalt kann man sofort Gebrauch machen und ich werde diese Woche gleich davon etwas umsetzen

  2. Christian sagt:

    Wow! Das ist der beste und gleichzeitig umfangreichste Artikel zum Thema Google Keyword-Planner, der mir bisher begegnet ist. Die Verwendung der Ziel-URL war mir bisher ein Rätsel. Deine Vorgehensweise macht Sinn. Jetzt kann ich doch gleich mal mit dem Analysieren loslegen. Danke!

  3. Mike sagt:

    Danke für diesen guten Beitrag. Ihr in Deutschland habt es noch gut. Da ergeben sich praktisch immer gewisse Suchvolumina. Hier in der kleinen Schweiz ist es halt oftmals so, dass Nischen zwar extrem interessant wären zu ranken, aber halt einfach viel zu wenig Suchvolumen bringen. Oftmals kommt bei Google Keywordplaner-Tool mit Landauswahl Schweiz „zu wenig Suchvolumen“ bzw. <10.

    Bei uns läufts darum meistens auf Moneykeywords hinaus oder auf hart umkämpfte Longtail Keywords.

    Oftmals habe ich auch erlebt, dass die in Google publizierten Suchvolumen "Lokal" gar nicht den Tatsachen entsprechen. Sie können z.T. massiv von der Realität abweichen, in beide Richtungen positiv oder negativ.

    Viele Grüsse aus der Schweiz
    Mike

    • htw sagt:

      Hallo Mike,

      das stimmt in der Tat, dass die Realität von den Such-Volumina, die Google angibt, teilweise abweicht. Es handelt sich ja auch um ein Prognose-Tool, dass dafür gebaut wurde, um mehr AdWords zu verkaufen. Da sind vermutlich recht optimistische Kalkulationen eingebaut.

      Daher würde ich auch etwas weniger auf die Such-Volumina schielen, sondern vielmehr die Intention der Nutzer herausarbeiten, die sich durch die Filterung nach „kommerziell“ und „nicht-kommerziell“ usw ergibt. Daraus lassen sich schließlich die Themen ableiten, die man entsprechend nach analysierter Nutzer-Intention ausgestaltet.

  4. Thomas W. sagt:

    Sehr umfangreicher Artikel, gerade für Anfänger und Einsteiger sehr hilfreich. Leider gibt es aber häufig auch Branchen, in welchen die Optimierungen äußerst kompliziert und umfangreich werden können, da die Nachfrage jeweils nicht immer sehr stark ist.

    Aber mit den neuen Features von Google wird es wirklich immer einfacher, richte Ansätze für erfolgreiche Optimierungen durchzuführen.

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