SEO für Unternehmen: Warum es an der Zeit ist nicht nur in PPC zu investieren!

Das heutige Thema ist die Signifikanz von SEO für Großkonzerne. Viele Konzerne, insbesondere in den klassischen Branchen, aber auch reine Online-Firmen übersehen etliche große SEO-Potenziale, die vor allem im Long-Tail-Bereich liegen.

Der Artikel untersucht mögliche Gründe, warum Unternehmen so viel mehr in PPC investieren als in SEO, obwohl der ROI im SEO fast 50-fach höher ist!

Stand heute!

Große Unternehmen geben tendenziell viel zu viel für PPC aus und vergessen dabei, wie wichtig SEO für ihre Zielerreichung sein könnte. Ich beziehe mich dabei auf einen Artikel, der von Patrick Altoft aus Großbritannien veröffentlicht wurde.

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Er bezieht sich in seinem Artikel “Natural search vs paid search spend & traffic share for big brand retailers” auf Recherchen und Analysedaten von namhaften Unternehmen wie SEMPO und Conductor. In der linken Grafik sieht man, dass 89,47 % von den Search Clicks von SEO kommen – das sind z. B. die natürlichen Suchergebnisse.

In der rechten Grafik sind die Ausgaben für SEO vs. PPC dargestellt. Dabei wird klar, dass obwohl nur 10 % des Suchmaschinen-Traffics aus Adwords, PPC Kampagnen und Paid Traffic kommt, fast 90 % des Budgets dafür ausgegeben werden. Anders gesagt: SEO erreicht mit 10 % Budget 90 % der Besucher!

SEO Traffic ROI vs. PPC Traffic ROI

PPC – Geld zahlen und Klicks bekommen

Wow – Das hört sich verrückt an? Wieso ist das so? Die Antwort darauf ist relativ einfach: PPC bzw, Paid Search sind als Media Spendings bzw. als Betriebskosten zu sehen. Unternehmen bezahlen heute und bekommen auch heute den Traffic.

Wenn sie morgen weiterzahlen, haben sie morgen auch noch den Traffic, aber wenn sie übermorgen kein Geld mehr haben, bleibt er plötzlich aus.

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SEO ist ein Investment

SEO hingegen ist als Langzeitinvestment zu verstehen. SEO funktioniert nicht so, dass du heute bezahlst und dann auch heute den Traffic bekommst. SEO und vor allem auch das Link-Building sind über einen langfristigen Zeitraum von Monaten gar Jahren zu betrachten.

Ich empfehle SEO-Kunden nicht weniger als 18 bis 24 Monate Projektlaufzeit, um den vollen Return on Investment einer Kampagne bewerten zu können. Das heißt aber auch, dass die Kosten für SEO, wenn der Erfolg einmal erreicht ist, grundsätzlich zurückgehen könnten, sofern die Konkurrenz nicht auch richtig Gas gibt und weiter in SEO investiert.

Noch einmal zusammengefasst: 10 % der Ausgaben sind derzeit im SEO, aber 90 % der Ergebnisse kommen aus den daraus erzielten organischen, natürlichen Suchergebnissen.

Umgekehrt bedeutet das: Für lediglich 10 % des Suchmaschinen-Traffics, nämlich den Paid Search (also z. B. Adwords) geben Firmen 90 % aus. Diese 90% sind im Fall von großen Online-Retailern wie zum Beispiel Target unglaubliche $ 270.000 pro Tag. Das sind fast 10 Millionen Dollar pro Monat!

Wenn du ein wenig Erfahrung hast oder auch selbst SEO betreibst, dann kannst du dir wahrscheinlich vorstellen, was man mit einem Budget von 10 Millionen Dollar pro Monat in der organischen Suchmaschinenoptimierung erreichen könnte. Allein die Vorstellung, nur die Hälfte davon einzusetzen, würde einen Online-Händler wie Target extrem weit in allen natürlichen Suchen, für alle saisonalen Themen nach vorne katapultieren.

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Selbst die heute wahrscheinlich Million Dollar, die Target offenbar pro Monat in SEO investiert, könnte um nur 5 % vom PPC-Traffic um 50 % erhöht werden – die zusätzlichen $ 500.000 pro Monat im SEO könnten Enormes bewirken, wenn man sie auf den Long Tail in der Suchmaschinenoptimierung konzentriert.

PPC vs SEO

SEO Möglichkeiten für Großkonzerne

Warum große Firmen SEO nicht vergessen dürfen, ist auch deshalb, weil gerade Großunternehmen Domains besitzen, die schon sehr stark sind und von Google als “trusted” eingestuft werden. Ich sehen das immer wieder, wenn ich Linkbuilding-Kampagnen oder auch Testkampagnen starte, dass bereits wenige Links pro Monat sehr gute Resultate erzielen können.

Gerade im Long Tail Traffic, also bei Keywords mit hoher Conversion-Rate, wo es nicht um die generischen Suchbegriffe geht, braucht es oft nicht sehr viel.

Diejenigen Unternehmen, die das begreifen, haben einen enormen Wettbewerbsvorteil und nutzen das, um sich nachhaltig vor die Konkurrenz zu katapultieren. Wenn eine Domain 10, 11 oder 12 Jahre alt ist und bereits hunderttausende von Links hat, dann sind manche zielgerichteten Links Gold wert und bringen unmittelbare Vorteile für das Gesamtergebnis.

Dann ist es mit ein oder zwei Links pro Keyword und Seite schon zu erreichen, dass sie unter Umständen damit auf Platz 1 in Google rankt, zumindest jedenfalls in den vorderen Rängen!

Ich traue mich zu behaupten, wenn Unternehmen das Budget für organische SEO nur um die Hälfte auf 50 % vergrößern, können sie damit ein Vielfaches, damit meine ich ein Fünzigfaches des ROI erreichen im Gegensatz zu PPC.

Die genauen Zahlen dazu sind einfach. Die bezahlten Anzeigen werden wesentlich weniger geklickt. Nur jede achte Suche führt zu einem bezahlten Suchergebnis, der Rest geht in den natürlichen Suchergebnissen unter.

Dafür sind die Konversionsraten bei den Suchergebnissen etwas niedriger als beim PPC-Traffic. Wenn du das durchdividierst, kommst du aber auf einen Faktor 50. Das sollte bei den aktuellen Budgetdiskussionen zum Nachdenken anregen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Es ist nicht die Frage “wann” in SEO, in organischen Suchmaschinen-Traffic mehr investiert wird, sondern “von wem”. Das sind nämlich eigentlich keine besonderen Neuigkeiten.

Manche große Unternehmen scheuen sich aber noch davor und/oder haben das Konzept nicht verstanden. Dies könnte auch einfach daran liegen, dass eine langfristige Investition in SEO eine ganz andere Planung verlangt, als es für das vielleicht nur jährlich oder gar quartalsweise festgelegte Marketingbudget der Fall sein könnte.

Was denkst du? Wirst du der Nächste sein, der sich verstärkt auf SEO konzentriert? Ich hoffe dieser Artikel hilft dir, die Potenziale von SEO gegenüber Paid Search/PPC zu verstehen und alsbald in deinem Unternehmen zu nutzen – so bald wie möglich.

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4 Kommentare zu SEO für Unternehmen: Warum es an der Zeit ist nicht nur in PPC zu investieren!

  1. Nico sagt:

    Danke für die Zahlen, echt beeindruckend!
    Ich hatte immer die Größenordnung “30″ im Kopf… aber das der ROI bei SEO annähernd 50 mal so hoch ist, sind doch mal gute Argumentationshilfen bei Kundengesprächen. 😉

    Grüße
    Nico

  2. Karl sagt:

    Meiner bescheidenen Meinung nach macht es – wie so oft – die Mischung: SEO + SMx, flankiert von SEA und Affiliate-Kampagnen.

    Wobei …

    … (gutes) SEO die nachhaltigste …
    … SMx die intransparenteste …
    … SEA die teuerste und …
    … Affiliate-Kampagnen die messbarste Methode darstellt 😉

    Herzliche Grüße und weiter so,

    Karl

  3. Thomas Ganz sagt:

    Im Prinzip kann ich der Grundaussage nur zustimmen: zwischen SEO- und PPC-Ausgaben gibt es derzeit noch ein deutliches Missverhältnis und viele haben SEO nicht ausreichend gut verstanden.

    Die konkreten Zahlen bei den Ausgaben (89:11) und die resultierenden ROIs sollte man aber kritisch hinterfragen. Leider habe ich auf die Schnelle nichts zur Erhebungsmethodik gefunden. Das Problem ist dabei aber: PPC-Ausgaben kann man mit einer hohen Trennschärfe von anderen Ausgaben unterscheiden.

    Bei SEO schaut es da aber schon ganz anders aus. Hier kann man wirklich nur SEO im engsten Sinne (Consultants, gezieltes Linkbuilding) klar ausmachen. Aber wo rechnet man beispielsweise die Content-Produktion oder Verbesserungen an Informationsarchitektur und Technik ein?

    Und was ist mit klassischer Unternehmenskommunikation (Pressearbeit, Blogs), bei der als “Nebenprodukt” ebenso viele gute Links entstehen können? Unternehmen machen oft schon ungezielt und unbewusst ansatzweise SEO, und genau das fehlt dann auch in den Budgetrechnungen…

  4. Urli sagt:

    Deshalb muss man seine Dienstleistungen ja auch verkaufen, weil keiner kapiert das sie notwendig sind. In der Tat, mit Adwords kommt man leichter ans Ziel, der Kunde sieht den sofortigen Anstieg des Traffics.

    Du kennst ja sicher das leidvolle Gespräch mit Konzernfinanzvorständen. “Was kostet es?” “Wann bringt es was? “Warum zum Teufel sollten wir soviel Geld in etwas investieren was uns erst so spät was bringt?” “Das können wir schneller haben…”
    Grüße aus Bayern

    Urli

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