Corporate Blogging: Erfolgreich bloggen für Unternehmen!

Was genau ist Bloggen eigentlich und was bringt das für unser Firmen-Marketing? Solche oder ähnliche Fragen bekomme ich ab und an von meinen Lesern zu hören. Meiner Meinung nach gehört ein Firmen-Blog für fast jedes Unternehmen unbedingt zum Online-Marketing Mix dazu.

Deswegen möchte ich dir heute eine umfangreiche Anleitung mit hilfreichen Tipps an die Hand geben, mit der du aus deinem Firmen-Blog auch wirklich alles rausholen kannst. Was „alles“ in diesem Zusammenhang bedeutet wird klar, wenn ich noch einmal kurz zusammentrage, warum Bloggen für dein Unternehmen so wertvoll ist:

  • Regelmäßige Veröffentlichungen fördern die Bekanntheit deiner Marke (gerade bei kleinen Unternehmen).
  • Interessante Inhalte locken wertvolle Links und erhöhen die Sichtbarkeit deiner Website in den Suchergebnissen.
  • Ein Blog ist ein toller Weg um Kunden und Neukunden Wissen zu vermitteln und Vertrauen zu deinem Unternehmen zu etablieren – das hilft bei der Neukundengewinnung.

Ist die Entscheidung für den Blog getroffen, bzw. hat das Firmen-Bloggen schon begonnen? Sehr gut! Mit diesen Optimierungs-Tipps zu Technik und Inhalten machst du aus deinem Blog eine echte Marketing-Maschine.

1. Verbessere die Ladezeit deines Blogs

Etwa 20 % aller Seiten werden trotz anfänglichem Interesse nicht betrachtet, weil sie schlicht und einfach zu lange brauchen, bis sie auf dem Bildschirm geladen sind. In der verlinkten Infografik von Neil Patel wird dieses Problem detailliert veranschaulicht.

Ladezeiten von epischen Ausmaßen können mit technischen Problemen auf deiner Website zusammenhängen (Zum Beispiel: Dein Web-Host oder kleine auf der Website installierte Plugins und Programme, die die Ladezeiten in die Länge ziehen). Ein anderer Grund könnten zu große Bild-Dateien (sollten nicht größer als 150 KB sein) sein, die den Download deiner Website in die Länge ziehen.

So oder so – Du solltest sicherstellen, dass deine Website nicht länger als 5 Sekunden (idealerweise 3) benötigt, bis sie auf

  • Smartphones, Tablets und Desktop Computern
  • Windows Browsern (Chrome, Firefox, Internet Explorer) und
  • Apple Browsern (Safari, Chrome, Firefox)

vollständig geladen ist.

Betreibe also ein paar Feldstudien und überprüfe die Ladezeiten deiner Seite auf unterschiedlichen Geräten (bei Freunden, auf Arbeit, daheim usw.) Solltest du merken, dass die Seite sehr langsam lädt, ist Nachforschung angesagt.

Suche nach problematischen Plugins oder rufe deine Hosting Firma an, um herauszufinden, ob es eventuell Probleme mit den Servern gibt. Und vor allem: Halte deine Bilddateien klein.

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2. Arbeite mit möglichst kleinen Bilddateien

Die Dateigrößen deiner Bilder und Grafiken können für die Performance deiner Website den Unterschied zwischen erfolgreich und nicht erfolgreich bedeuten – insbesondere im Fall von mobilen Endgeräten.

Bitte nicht falsch verstehen! Bilder und Grafiken auf der Website sind ein toller Blickfang und werten den Inhalt auf. Es gilt jedoch, so wenig wie möglich Platz zu verbrauchen.

Einige kurze Grundlagen zur Optimierung von Bilddateien:

  • .jpg – JPG’s sind perfekt für Fotos und komplexe Abbildungen, auf denen viel los ist. Wenn du mit der Bild-Optimierung möglichst wenig Zeit verbringen willst, solltest du einfach immer mit JPG arbeiten – Hier erhältst du den besten Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße.
  • .png – PNG sind als vergleichsweise neue Dateiform so etwas wie ein Hybrid zwischen .gif und .jpg. Für dekorative Bilder oder Abbildungen mit viel weißer Fläche ist dieses Format sehr zu empfehlen. PNG sollte jedoch nicht für normale Fotos genutzt werden, da dann die Dateigröße unverhältnismäßig hoch ausfällt. Also: Für einfache Grafiken und Text-Screenshots oder Ähnliches gut; für alles andere nicht.
  • Nutze eine Bildbearbeitungssoftware um deine Bilder bezüglich Größe und Qualität zu optimieren. Das Programm Photoshop bietet dafür zum Beispiel mit der Funktion „Für das Web speichern“ eine tolle Option, um Bilder möglichst klein zu machen, jedoch gleichzeitig akzeptable Qualität zu erhalten.

Solle Photoshop nicht auf deinem Rechner vorinstalliert sein bzw. du keine Lust haben Geld auszugeben, bietet sich mit GIMP ein kostenloser Ersatz an, der jedoch etwas – sagen wir mal – unhandlicher als Adobe’s Marktführer-Software ist. Es gibt jedoch genügend gute deutschsprachige Anleitungen, um dich in Nullkommanix mit der Software und seiner Speicherfunktion vertraut zum machen.

3. Lade deine Bilder auf deine Website-Domain hoch

Halte deine Inhalte beisammen – so lautet eines meiner Credos. Das gilt auch für deine wertvollen Bilder und Grafiken. Sind deine Bilder auf der eigenen Website gespeichert, anstatt zum Beispiel auf externen Bilddatenbanken wie Flickr, erhält deine Website die Verlinkungen und die damit einhergehende Suchmaschinensichtbarkeit – nicht irgendwer.

Dies gilt insbesondere für komplexere Projekte, deren Erstellung eine Menge Arbeit gemacht hat. Es wäre zum Beispiel ziemlich unklug gewesen, meine Infografik nicht auf meiner eigenen Domain zu speichern. Die Grafik beschert mir regelmäßig tolle Links von anderen Webseiten und lockt Besucher auf die Seite.

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4. Schalte nicht alle deine Links auf Nofollow

Die Nutzung von Nofollow-Links für deine Kommentare kann definitiv ein empfehlenswerter Schritt sein, um den lästigen Schmeißfliegen des Internets – den Kommentar-Spammern – einen Grund weniger zu geben, deine Seite mit nutzlosen 0815-Kommentaren zu bombardieren. Allgemein ist es inzwischen ratsam, Kommentare manuell zu prüfen und ggf. freizugeben. Die Insektenplage scheint sich auszuweiten.

Geht es aber um Links aus deinen Texten, die auf andere Webseiten führen, solltest du großzügig sein und demjenigen, den du verlinkst mit einem echten Link belohnen. Solch ein uneingeschränkter Link kann für den Empfänger „suchmaschinentechnisch“ betrachtet sehr viel wert sein, wirkt er sich doch positiv auf die Sichtbarkeit der Seite aus.

Und auch deiner Web-Präsenz hilft diese Politik: Suchmaschinen folgen den Links auf deiner Seite und können dich damit besser kategorisieren, was dir langfristig mehr qualifizierte Besucher verschafft. Also: Raus mit dem „nofollow“ aus deinem Texten.

Also nicht so verlinken:

Sondern so:

5. Bilder, Videos und andere Medien werten deine Inhalte auf

Um deine Texte noch ansehnlicher und interessanter zu gestalten, wirken zusätzliche Elemente wie Bilder, Videos und andere Medien Wunder. Deine Website wird damit hochwertiger, macht mehr Spaß bei der Benutzung und wird auch von den Suchmaschinen als wertvoller angesehen und folglich höher in den Suchergebnissen eingereiht. Zudem erhöht sich die Zeit, die Besucher auf deiner Seite verbringen.

Wer mehr zu den Themen Website-Bilder und Firmen-Videos und deren Vorteile für die Sichtbarkeit von Unternehmens-Websites erfahren möchte, findet hier einiges Lesenswertes: 7 Tipps für gute Bilder und Video Marketing für Unternehmen.

6. Verpasse deinen Bildern und Grafiken Alt-Tag Descriptions

Alt Tags sind die kleinen Sichtbarkeitshelferchen für dein Bilder SEO. Im Grunde wird das Bild in diesen Snippets, die zum Code des Bildes hinzugefügt werden noch einmal in 2 – 3 Worten beschrieben. Das hilft der Suchmaschine, deine Bilder zu interpretieren und bringt dir potenziell mehr Besucher.

Hier ein paar Optimierungstipps:

  • Nur ein Alt-Tag pro Bild
  • Wiederhole die Beschreibungen nicht
  • Stopfen deine Bilder nicht mit sich ständig wiederholenden Keywords voll
  • Kurz und bündig sollte die Beschreibung sein
  • Nutze für das Alt-Tag und den Namen des Bildes ruhig den gleichen Text (z. B. makler-wiese-im-kundengespraech.jpg)

7. Schreibe nicht ausschließlich über dein Unternehmen

Ein oft gesehener Anfänger-Fehler junger Untermehmens-Blogs. Artikel handeln ausschließlich von:

  • Dingen, die auch in Pressemitteilungen stehen
  • Büro-Events
  • Jährliche Feiern
  • Neue Produkt-Features
  • Fallstudien

Das mag auf den ersten Blick kontraintuitiv klingen. Ist ein Unternehensblog nicht genau dafür da? Nur teilweise. Ein Blog, der ständig nur von Dingen wie den Aufbauarbeiten an deinem Messestand zu berichten hat liest niemand freiwillig. Wirklich gute Blogs bringen dem Leser etwas bei und liefern ihm so einen Mehrwert.

Natürlich kannst und solltest du auch über neue Produkte schreiben und deren Vorteile hervorheben – aber beschränke dich nicht darauf.

8. Antworte immer auf Kommentare

Abgesehen von den nichtssagenden Spam-Kommentaren solltest du immer auf eingehende Anmerkungen, Fragen oder anderes Feedback reagieren. Damit wächst nicht nur der Inhalt deiner Seite und erweitert sie um zusätzliche Suchbegriffe – eine durch Kommentare stetig wachsende Seite wird von Google’s Suchalgorithmus als wichtig angesehen und erhält bessere Positionen in den Suchergebnissen.

Ich freue mich immer sehr über Kommentare zu meinen Blog-Artikeln und antworte fleißig und ausführlich. Oft findet man in den Anmerkungen auch wichtige Ideen für neue Artikel oder betrachtet behandelte Probleme noch einmal aus einem neuen Blickwinkel.

9. Werde den Kommentar-Spam los!

Wie bereits angesprochen ist Kommentar-Spam für deinen Blog potentiell gefährlich, da die darin integrierten zweifelhaften Backlinks (ein klassisches Ziel sind die berühmten Viagra-Websites) deiner Seite ungewollt ein schlechtes Linkprofil beschert, was heutzutage ganz schnell zu einem Sichtbarkeitsverlust durch Abstrafung seitens Google führen kann. Und das nur, weil du nett sein wolltest und alle Kommentare zugelassen hast.

Also, mache ein mal pro Woche die Qualitätskontrolle und sortiere die Spam-Kandidaten aus. Gerade bei recht alten Beiträgen versuchen sich Spammer immer wieder einzuschleichen und einen ihrer Links abzuwerfen. Optional könnte dem durch Schließen der Kommentarfunktion nach beispielsweise 6 Monaten begegnet werden. Ansonsten gilt: Wachsam sein und Plugins wie Antispam Bee verwenden!

10. Mach deine Social Media Schnittstellen sichtbar

Social Media Buttons gehören heute zum guten Ton. Sie machen es den Lesern leicht, Feedback durch Teilen und Empfehlen deiner Beiträge abzugeben. Ein gern weiterverbreiteter Artikel kann auch durch diesen Social Proof immer stärker an Reichweite gewinnen, und dir Leser einbringen, an die du sonst nicht ohne weiteres gelangt wärst.

Probiere Social Media Buttons an unterschiedlichen Stellen auf deiner Seite aus und finde heraus, wo sie am besten genutzt werden. Und hab keine Angst, dass es eventuell albern aussehen könnte, wenn deine Inhalte anfangs sehr wenig geteilt werden! Aus eigener Erfahrung kann ich dir da nur Mut zusprechen. Das wird sich im Laufe der Zeit schnell ändern.

11. Blogge regelmäßig

Regelmäßiges Bloggen ist toll für die Sichtbarkeit deiner Firmen-Website. Die Suchmaschinenroboter sind durch den konstanten Zuwachs an Inhalt auf deiner Seite angehalten, oft bei dir vorbeizukommen und die Website komplett abzugrasen.

Im Grunde kommunizierst du damit: „Hey, wir sind nicht nur eine statische Unternehmensseite, die einmal aufgesetzt wurde und jetzt für die nächsten 3 Jahre unverändert bleibt – Bei uns kommt regelmäßig relevanter neuer Inhalt zu Themen, die unsere Branche und die Örtlichkeit tangieren.“

Regelmäßiges Veröffentlichen in Form von Blog-Beiträgen ist auch der einzig effektive Weg, um eine echte Leserschaft aufzubauen. Ein paar sporadische Artikelchen werden dich da leider nicht weit bringen. Leser erinnern sich dann einfach nicht an dich.

12. Erlaube gute Beiträge von Gast-Bloggern auf deiner Seite

Erst kürzlich habe ich einen interessanten Gast-Artikel auf meinem Blog veröffentlicht, der sehr gut bei den Lesern ankam. Beiträge anderer Autoren auf deiner Seite bringen – so sie inhaltlich relevant sind – diverse Vorteile mit sich:

  1. Du kannst dir und deinem Team eine Schreibpause gönnen und auch mal eine andere Stimme zu Wort kommen lassen
  2. Ein Gast-Blogger wird seinen Artikel aus eigenem Antrieb kräftig in seinem eigenen Netzwerk bewerben, was dir neue Leser verschafft.
  3. Es flattern wieder neue Verlinkungen ein.

13. Schreibe (gute) lange Blog-Beiträge

Wir kennen das sicher alle. Man klickt auf eine vielversprechende Überschrift in der Hoffnung, dahinter einen ausführlichen Artikel zu dem angeschnittenen Thema zu finden, nur um dann von einem vage zusammengeschusterten inhaltsschwachen Textfetzen enttäuscht zu werden, der nur als Platzhalter zu dienen scheint. Leider findet man solche Inhalte heute oft.

Umfangreichere Inhalte, die das angeschnittene Thema ausreichend beleuchten kommen bei den Lesern einfach besser an und erhöhen das Wertigkeitsgefühl deiner Veröffentlichungen. Auch die Suchmaschinen erhalten aus langen Texten detailliertere Auskunft darüber, worum es sich bei dir und deiner Firma thematisch handelt.

Enthalten deine Texte dann an wichtigen Stellen auch noch Verlinkungen zu inhaltlich relevanten weiterführenden Informationen, machst du dich zum Lieblingsschüler der Suchroboter. Google wird dich langfristig mit attraktiven Positionen zu deinen Suchbegriffen belohnen.

14. Teilen deine Inhalte „per Hand“ auf Twitter, Facebook und Co.

Mach dir die Mühe und schreibe einen eigenen kurzen Intro Text, wenn du deine frisch veröffentlichten Inhalte auf deinen Social-Media-Accounts teilst. Nutze Social Media nicht ausschließlich, um Links zu deinen Texten „rauszufeuern“, sondern nimm ein wenig an der Diskussion teil. Schau vielleicht einmal am Tag vorbei und reagieren gegebenenfalls auf Interaktionen, bzw. werde selbst aktiv bei der weiteren Verbreitung.

Ein gut geführter Firmen-Blog kann kleine Wunder für die Sichtbarkeit deines Unternehmens im Internet bewirken. Um aus deinem Unternehmens-Blog eine gut geölte Marketing-Maschine zu machen, die dir regelmäßig lukrative Platzierungen für deine Ziel-Keywords und damit stetig Neukunden generiert, gilt es, an den richtigen Punkten zu optimieren.

15. Schreibe Inhalte, auf die gern verlinkt wird

Hah! Toller Tipp, danke. Aber im Ernst: Nur zu wiederholen, was man anderswo gelesen hat ist zwar einfach, bringt deinem Blog aber nicht viel ein. Deswegen, bevor du dich hinsetzt und beginnst einen neuen Beitrag zu schreiben, stell dir die Frage: „Was würde diesen Post attraktiv für Verlinkungen machen?“ Je mehr du dir diese Prämisse verinnerlichst und sie umsetzt, desto weiter werden deine Beiträge wandern.

Ein paar Tipps, um link-würdige Inhalte zu produzieren:

  • Diskutiere über hochaktuelle Themen aus deiner Branche, aber achte darauf, dem Leser Mehrwert zu schaffen. Bring dem Leser etwas neues bei, was er als wertvolle Information ansieht.
  • Scheue dich nicht, auch mal etwas kontroverser zu sein und eine klare Position einzunehmen.
  • Bilde deine Leser weiter und kommuniziere das weitergegebene Wissen auf leicht verständliche Art und Weise.
  • Nutze Humor für dein Marketing.
  • Konzipiere Link-Köder – Zum Beispiel mit einem von diesen Linkbait Beispielen.

16. Finde deinen optimalen Veröffentlichungszeitpunkt

Um den richtigen Moment zur Veröffentlichung von neuen Beiträgen zu finden, solltest du versuchen, dich ein wenig in deine Ziel-Leserschaft (und im Grunde auch deine Zielkundschaft) hineinzuversetzen. Wann sind meine Ziel-Leser am empfänglichsten für meinen Artikel? Dass heißt, wann werden sie wohl am besten durch eine Email bzw. einen Facebook-, Twitter-, oder Pinterest Beitrag auf meinen Artikel aufmerksam?

Hier gilt natürlich auch: Probieren geht über Studieren. Miss eine Weile die Besucherzahlen und das Feedback für deine Blog-Beiträge und nutze die gewonnenen Erkenntnisse, um dir einen individuellen Zeitplan zu erstellen.

17. Verlinke deine älteren Beiträge in aktuellen Blog-Artikeln

Eine diszipliniert angewandte, inhaltlich sinnvolle interne Verlinkung bringt für deinen Blog zwei große Vorteile mit sich. Zum einen „revitalisierst“ du alte Beiträge mit frischen Links und passenden Keywords aus aktuellen Artikeln. Zum anderen hältst du deine Leser damit länger auf der Seite.

Während dein Blog mit der Zeit stetig weiter wächst, steigt auch der Wert dieser Verlinkungen. Das geschieht u. a. aus folgenden Gründen:

  • Je älter eine Website oder ein Blog wird, desto mehr Vertrauen (der Fachbegriff hier ist „Trust“) erhält diese(r) von den Suchmaschinen.
  • Mit steigendem Alter akkumuliert ein Blogbeitrag mehr und mehr Links von außerhalb. Diese Links machen den Artikel auch für die interne Verlinkung immer wertvoller.
  • Mit wachsender Größe deiner Blog-Infrastruktur erhöht sich ebenfalls die transportierte Link-Kraft (Fachbegriff Link-Juice) eines internen Links.

18. Eliminiere Inhalts-Duplikate

Findet sich ein Absatz oder mehr Text in gleicher Form auf einer anderen URL wieder? Dann solltest du dich darum kümmern, dieses Duplikat unsichtbar zu machen.

Zahlreiche Content-Management-Systeme (u. a. WordPress, Drupal und Joomla) erzeugen automatische Duplikate deiner Inhalte – zum Beispiel in der Form von Kommentaren, Archiven, und Kategorieseiten.

Ein einfacher Weg, um diese von schädlichen Auswirkungen auf deine Sichtbarkeit abzuhalten, ist deren Ausschluss aus der Indexierung über einen Eintrag in die robots.txt Datei deiner Seite.

Dafür lohnt sich ein Überblick auf die von Google indexierten Unterseiten deiner Firmen-Website durch eine sogenannte site: -Suche (z. B. site:how-to-wordpress.de) bei Google. Solltest du nichts von all dem verstanden haben was ich dir hier gerade erzählt habe, reiche diesen Punkt an deinen designierten Website-Beauftragten weiter.

19. Mache dich und deine Autoren erreichbar

Stelle deine Autoren vor, gib deinen Blog-Beiträgen Gesichter und mach es deinen Lesern einfach, mit dir in Kontakt zu treten – Das stimuliert den Dialog mit deinen Besuchern, wirkt sich positiv auf deine „Gefolgschaft“ in den sozialen Netzwerken aus und kann sogar deine Umsätze ankurbeln.

Denn hinter dem, was du so veröffentlichst stehen nun echte Menschen, die greifbar und erreichbar sind. Das schafft Vertrauen und wirkt sehr positiv auf dein Marken-Image.

20. Keine Angst vor etwas Kontroverse

Dieser Tipp ist natürlich mit Vorsicht zu genießen – kann dir aber eine Menge Verlinkungen und kostenloser Presse verschaffen, wenn du ihn richtig anwendest.

Ab und an mal für etwas Stellung zu beziehen, von dem du professionell überzeugt bist und das gleichzeitig die Werte deines Unternehmens reflektiert, kann einen tollen Beitrag zu deinem Markenbild leisten.

21. Ein wenig On-Page SEO tut dem Blog gut

All die Arbeit, die du ins Bloggen steckst kann verpuffen, wenn du dich nicht wenigstens um ein paar grundlegende SEO Maßnahmen auf deiner Seite (On-Page SEO) kümmerst:

  • Dein Blog-Architektur
  • Deine H1 und H2 Überschriften
  • Deine Title Tags und Meta Descriptions (mehr zu alledem u. a. hier)

Also: Ran an den Speck.

22. Versuche nichtssagende Stock-Photo-Bilder zu vermeiden

Ein Thema, welches schon des Öfteren von Spezialisten angesprochen wurde ist der Wert guter eigener Bilder für deine Firmen-Website und deinen Unternehmens-Blog.

Kaum etwas wirkt so nichtssagend und unbemüht wie die klassischen Unternehmens-Bilder aus Bilddatenbanken. Ein toller, informativer Blogbeitrag kann durch 0815-Bilder von zwei Geschäftsleuten beim Händeschütteln oder der lächelnden Servicemitarbeiterin beim Kundengespräch massiv an Attraktivität verlieren.

Grund dafür ist einfach, dass man diese Bilder schon zu oft gesehen hat und diese Motive meist ziemlich weichgespült rüberkommen. Als goldene Regel für die Nutzung von Bildern in deinen Beiträgen kann gelten: Nimm nur Abbildungen, die dazu beitragen, deine Aussage zu unterstreichen.

23. Hebe wichtige Kernpunkte deiner Texte durch Fettung hervor

Leider schmökern nicht alle Leser deinen Text Wort für Wort durch. Für die Scanner und Querleser lohnt es sich, wichtige Aussagen und Kernpunkte durch Fettung hervorzuheben.

Auch den Suchmaschinen fallen Fettungen auf und sie werden den so markierten Worten folglich mehr Gewichtung zukommen lassen. Aber bitte nur fetten, wo es auch wirklich Sinn ergibt.

24. Sichere deine Blog-Datenbank

Wenig ist wohl schlimmer als der Verlust all der schwer erarbeiteten Blog-Einträge durch ein Datenbank-Problem oder einen Hackerangriff. Sorge also lieber für regelmäßige Backups.

Für den Fall, dass der Blog tatsächlich verloren gegangen ist und du leider kein Backup gemacht hast, hier ein paar Rettungsmaßnahmen:

  • Rufe deinen Web-Hoster an; es besteht die Chance, dass dieser eine Sicherheitskopie deiner Inhalte gemacht hat-
  • Führe eine site: Suche deines Blogs bei Google durch und kopiere alle indexierten Inhalte, die die Suchmaschine im Cache im Index hat heraus. Dafür klickst du einfach auf den kleinen Pfeil neben der URL des Suchergebnisses – ein Cache Link erscheint.
  • Versuche dein Glück bei der Way Back Machine – dieses Archiv des Internets speichert in regelmäßigen Abständen alle größeren Seiten, die online sind.
  • Solltest du es schaffen, einen großen Teil deiner Texte wiederzuerlangen, versuche diese wieder unter den gleichnamigen URLs online zu stellen. Sollte dir das nicht gelingen, nutze die Google Webmaster Tools und lass dir nicht erreichbare URLs anzeigen.
  • Diese sollten dann per 301 Anweisung auf neue URLs mit dem jeweiligen Inhalt umgeleitet werden.

25. Kontaktiere jeden, auf den du im Blog verlinkt hast

Ein effektiver Weg, um die eigenen Blog-Artikel bei einer potentiell großeren Leserschaft unter die Leute zu bringen, ist die Kontaktaufnahme derjenigen Autoren, Blogs und Webseiten, auf die du in deinem Beitrag verlinkt hast. Ein solches Kompliment in Form eines Links hört schließlich jeder gern.

Eine Kontaktaufnahme könnte in etwa so aussehen: Schreib eine Email, in der du die Person auf deinen Text und den Link hinweist und danke ihm oder ihr für die Arbeit. Füge eine Bitte um eine Erwähnung per Twitter oder Facebook hinzu.

Sei jedoch nicht zu fordernd – hier geht es primär um Networking mit relevanten Partnern. Nimm es dem Kontaktierten also nicht übel, wenn du keine Reaktion erhältst – Du hast deinen Schritt im Netzwerken-Spiel gemacht.

Und damit beende ich diese kleine große Liste. Hast du Fragen oder eigene Tipps, die du mit mir und den Lesern teilen willst? Ich freue mich sehr über dein Feedback!

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3 Kommentare zu Corporate Blogging: Erfolgreich bloggen für Unternehmen!

  1. Henning sagt:

    Das Thema „lange oder kurze Blogbeiträge?“ ist ein heiß diskutiertes Thema in unser Agentur. Meine Meinung entspricht der hier unter Punkt 13. beschriebenen Strategie: „Schreibe (gute) lange Blog-Beiträge“ wird da empfohlen, singemäß: „die Robots mögen das“. Aber eine einleuchtende Gegenstimme sagt: „Schreib keine zu langen Texte, die lesen NUR die Robots“.

    Wir haben den Artikel dann in 3 Abschnitte aufgeteilt, da mich folgendes Argument überzeugt hat: „Am Ende findet sich der gesamte Content ja doch auf einer URL wieder …“. Bin gespannt auf deine Meinung. Danke und schönen Gruß

    • htw sagt:

      Wohl wahr! Beim Thema Textlänge und SEO vs. User Benefits scheiden sich die Geister – sicherlich auch, weil diese Frage wohl für jeden Fall individuell entschieden werden muss. Ich denke man sollte da eine Weile testen und den ersten Blick auf das Nutzerverhalten werfen.

      Wie lange bleiben die Besucher auf dem 1.500 Wort Artikel – durchschnittlich 6,5 Minuten oder nur 45 Sekunden? Wie sieht es mit den Likes, Tweets und Shares bei kurzen vs. langen Texten aus – Kommen die umfangreichen Inhalte besser an als die knapperen, in Serie geschalteten? Mit diesen Erkenntnissen lässt sich dann die Zielgruppe sehr gut bedienen.

      Persönlich zum Beispiel bevorzuge ich lange, ausführliche Texte, die viel Input liefern und ein Thema richtig gut beleuchten, bzw. Argumentationen detailliert zusammentragen. Ich bin als Leser immer etwas genervt von Seiten wie der Süddeutschen Zeitung, die ihre längeren Artikel generell zerschneiden, damit sie möglichst viele Pageviews durch meinen Besuch generieren.

      Aber wie gesagt, entscheidend ist wohl die individuelle Erfahrung mit den Kunden/Lesern/Usern. Danke für deinen Kommentar!

  2. Siegmar sagt:

    Ein Blog-artikel par excellence! Informativ und unterhaltsamm… Was ich noch anfügen möchte und auch meinen Kunden rate: Persönlich werden! Sich also nicht scheuen, auch mal über eigene Gedanken und „Befindlichkeiten“ zu bloggen. Human Business works! 😉

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