Anchor Text: Kleine Fallstudie über natürliche Ankertexte beim Linkaufbau!

Willst du lieber 20 PageRank 0 Links oder 20 PageRank 4 Links? Der folgende Beitrag kann dir helfen, diese Frage zu beantworten. Heute präsentiere ich eine kleine Case Study über natürlichen Anchortext und die Auswirkung von PageRank 0 Links. Es wird klar, dass PageRank 0 Links potenter sein können als PageRank 4 Links, was die Vermutung zulässt, dass PageRank keine Hilfe bei der Bewertung der Qualität eines Links ist.

Beachte bitte auch diesen Artikel zum Thema PageRank Mythen und die grundsätzliche Unterscheidung in PageRank als “Toolbar PageRank” (dem für uns sichtbaren über den ich schreibe) und den internen Gewichtungskriterien von Google, die manchmal auch als PageRank bezeichnet werden, aber außerhalb von Googles internem System nicht sichtbar sind.

Auch Trusted Domains kommen nicht mit allem davon!

In der folgenden Case Study geht es um einen Kunden im Immobilienbereich, der in Deutschland sehr groß ist und für den ich regelmäßig Backlinks aufbaue. Die Domain ist über 10 Jahre alt, hat schon über 100.000 Links, hat über die Zeit ein enormes Wachstum erfahren und ist natürlich sehr erfolgreich.

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Ich arbeite schon seit Jahren erfolgreich mit dem Unternehmen und haben letztes Jahr im Herbst für ein neues Thema, das auf der Seite noch nicht so präsent war, eine Zusatzkampagne gestartet. Sollte eigentlich kein Problem sein, oder?

Abstrafung für eine Unterseite wegen 10 Killerlinks

Konkret habe ich dabei beobachtet, dass ich für eine Seite, für ein Thema, das bereits auf der ersten Ergebnisseite von Google gerankt hat, mit nur zweimal 10 Links pro Monat eine Abstrafung erfahren habe.

Das Interessante dabei ist, dass die 10 Backlinks nur als Kick-off gedacht waren. Diese Seite ist also von zweimal 10 Links pro Monat angelinkt worden, mit PageRank 0, die von meinem Linkjuice Tool, als juicy bewertet wurden. Alle Links waren follow, was laut Google den PageRank vererbt und gezählt wird. Diese paar PR0 Links sollten doch OK sein – oder?

Wie man eine Seite mit Killerlinks abschießt

Alle Backlinks zu der Unterseite hatten den gleichen Anchortext und zwar einen sehr generischen Linktext. Dies war der explizite Wunsch des Kunden und ich habe mich – auch weil ich keine Probleme vermutete bei der kleinen Anzahl Links – gerne danach gerichtet (nach dieser Erfahrung werde ich davon in Zukunft natürlich abraten).

Anchor Text Case Study

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Tatsache ist, dass ich mit 10 Links pro Monat auf diese Unterseite, auf einer Domain, die schon 100.000 Links hatte, nach 2 Monaten eine Abstrafung für die Unterseite um Plus 30 erfahren habe.

Diese eine Seite, die ich angelinkt hatte, ist für das eine Keyword, aber auch verwandte Keywords (LSI!) um 30 Positionen in den Suchergebnissen nach hinten gerutscht, obwohl diese Backlinks keinen PageRank angezeigt hatten. Dies waren jedoch Persona Links, die direkt relevant zum Thema, direkt im Content der Ursprungseiten in relevanten Textstellen, platziert waren.

Damit haben diese Links auch (enorme) Wirkung gezeigt, obwohl der Google PageRank null war – warum? Weil es gute, relevante Links waren – und ich es in diesem Fall einfach wegen der gleichen Anchortexte übertrieben hatte – ja 10 von 100,000 kann auch schon zu viel sein, wenn es im Vergleich zum Linkwachstum für das dem Thema, zu der Unterseite aus dem Rahmen fällt und Alarm bei Google auslöst.

Wie ich das Problem gelöst habe

Was ich speziell bei diesem Kunden gesehen habe ist, dass selbst 20 PageRank 0 Links eine verheerende Wirkung haben können. Selbst bei dieser Trusted Domain mit den vielen bereits bestehenden Backlinks. Die einfache Lösung des Problems war, dass ich angefangen habe

  • die Anchortexte zu variieren
  • die Anchortexte der Links in natürliche Phrasen zu ändern
  • z. B. nur den Markennamen zu verlinken
  • auch nofollow Links zu platzieren

Ja, NoFollow-Links sind gut, weil natürlich! Der normale Internetuser kennt den Unterschied zwischen follow und nofollow nicht. Um Nofollow Links sehen zu können, braucht man ein spezielles Plug-in für den Browser und dieses haben auch nur SEOs installiert.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Seite nur Follow Links bekommt, außerdem noch mit dem gleichen Anchortex und noch dazu mit einem so teuren Keyword, ist gleich Null. Und dann ist es unnatürlich, wenn es doch so passiert.

Wenn man sich dann zusätzlich die Verteilung der follow und nofollow Foren im Web anschaut, haben ungefähr die Hälfte der Foren Nofollow aktiviert. Ich habe also Nofollow Links eingebaut, habe mit den Anchortexten variiert und habe auch “Crap Links” (Markennamen, “click here”, etc) gesetzt, um die Spuren ein bisschen zu verwischen.

Nach 60 Tagen war die Seite in den Suchergebnissen wieder auf der ersten Seite und zusätzlich noch um einen Platz weiter vorne, als sie es vor der Penalty war.

Anschließend habe ich noch weitere Tests durchgeführt. Ich habe explizit PageRank Backlinks beschafft, das heißt 20 PageRank 3 und PageRank 4 Links auf eine Unterseite, um die Auswirkungen zu testen. Dies hatte keine Auswirkung, das heißt keine Penalty, aber auch keine Verbesserung. Daraus leite ich ab, dass man aus der PageRank Anzeige nicht auf die Wirkung, sei sie positiv oder negativ, schließen kann.

Nun weißt du über natürliche Anchortextvariationen und den Irrglauben an den PageRank Bescheid. Dies ließe sich wissenschaftlich noch detaillierter auswerten, aber das ist und war nie mein Anspruch. Ich will nur meine Erfahrungen mit dir teilen!

Ich bin mir auch bewusst, dass manche Agenturen, SEOs und “Experten” dem Google PageRank noch wesentlich mehr Wert beimessen. Dem kann ich nicht zustimmen und warne von einer zu einseitigen Bewertung durch den Google PageRank.

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6 Kommentare zu Anchor Text: Kleine Fallstudie über natürliche Ankertexte beim Linkaufbau!

  1. Bee sagt:

    Auch wenn ich für meine Website keine Artikelverzeichnisse “anfüttere”, les ich gerne immer mal wieder neueste SEO-Erkenntnisse (man weiß ja nie, wann man’s braucht). Dieser Artikel – ebenso wie andere auf dem Blog, klick mich grad durch – ist wirklich interessant und zeigt einen Aspekt auf, der mir bisher völlig unbekannt war. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und das Teilen von Wissen!

  2. Selcuk sagt:

    Sehr guter Beitrag! Wirklich sehr hilfreich. Das Themenrelevanz doch so große Auswirkungen hat, wusste ich bisher nicht.

    Gruß
    Selcuk

  3. Peter W. sagt:

    20 KW Links (egal welcher PR) innerhalb von 60 Tagen mit einem einzigen KW ohne Variation kann nur schief gehen.

    Ich glaube bei der zweiten Seite mit stärkeren PR hast du einfach nur Glück gehabt, wäre meiner Erfahrung nach kein Unterschied.

    Wobei Trustdomains wesentlich mehr vertragen eigentlich, aber dies war wohl einfach zuviel.

  4. Mike sagt:

    Sollte dem so sein, dann wären die Strategen von Google doch etwas eindimensional. Ich las nun ein Interview mit den Managern von Google. Letztlich will man große, renommierte Firmen und Projekte pushen, sprich ein Unternehmen wie Otto steht eher auf seite eins, als ein kleiner Versandvertrieb.

    Ob die Logik dahinter Sinn macht, kann man bezweifeln. Letztlich kann man auch bezweifeln, ob das Listing generell so sinnvoll ist, denn eine neue, kleine seite wird nur wachsen können und nach oben kommen, wenn sie vorne steht und bekannt wird.

    Verschliesst man ihr aber bereits von vornherein den Weg, wird das nichts. Grundsätzlich ist Google doch nur ein Kind, was sich immer wieder neue Spiele einfallen lässt, besser wird dadurch weder Google noch deren Ergebnisse.

  5. Ulrich sagt:

    Danke für diesen guten Artikel Eine gesunde Mischung aus no-follow und follow Links halte ich auch für angebracht. Allerdings sollte man darauf achten das man eher mehr follow links setzt, da diese höherwertig anzusehen sind.

  6. Programmierer sagt:

    Das der PR überhaupt keine Rolle mehr spielt läßt sich leicht prüfen: Wenn ich Seiten nach vorne bringen will und erstmal selber nach den gewünschten Begriffen Google, dann sind oft seiten mit PR 0 oder 1 vor Seiten mit teils deutlich höherem PR gelistet.

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