Der schmale Grat zwischen Inspiration und Kopie

Copycats ist die Bezeichnung für Blogger die regelmäßig Inhalte und Ideen bei anderen Bloggern abschauen und/oder kopieren ohne einen Quellenverweis anzugeben. Für viele Blogger sind solche Copycats ein richtiges Ärgernis, geht es doch vornehmlich und Inhalte die Traffic versprechen und die jeder Blogger besonders schätzt. Ich möchte an dieser Stelle direkt mal die Behauptung aufstellen dass in jedem Blogger irgendwo solch eine Copycat steckt. Mal lassen wir uns bewusst, mal unbewusst von den Artikeln auf anderen Blogs inspirieren. In diesem Artikel stelle ich zurecht die Frage wo die Grenze erreicht ist. Wo hört Inspiration auf, wo fängt die Kopie an?

Kopien gehen gar nicht!

Das 1:1 Kopien ein absolutes No-Go sind sollte klar sein. Viele von uns müssen sich regelmäßig mit Contentdiebstahl herumärgern. Contentdiebstahl gab es vor der Erscheinung der Blogosphäre und es wird ihn vermutlich auch noch in vielen Jahren geben. Blogs sind leider zum optimalen Opfer geworden. Inhalte lassen sich bequem per RSS Feed auslesen oder einfach per Maus kopieren. Jeder von uns weiß dass es Inhalte gibt, die wie Traffic-Magneten funktionieren und sich gleichzeitig noch perfekt vermarkten lassen. Solche Artikel hätte jeder gerne, also wird fleißig kopiert. Wer viele Blogs per RSS Feed verfolgt wird vermutlich das selbe Phänomen wie ich feststellen, in regelmäßigen Abständen tauchen Nachrichten über Contentklau auf. Oft erwischt es große Blogs wie t3n.de.

Was ist Inspiration und wieviel davon ist erlaubt?

Ich bin der Meinung das Inspiration immer erlaubt ist. Oft genug habe ich erlebt, dass Inhalte, die hier auf How-to-Wordpress viele Besucher brachten, inhaltsgleich (nicht wortgleich) auch auf anderen Blogs eingereiht wurden. Ähnlich halte ich es mittlerweile auch wenn bei mir keine Ideen sprudeln, ich lasse mich inspirieren. Vor einiger Zeit habe ich in dem Artikel “Methoden um Themen und Ideen für Blogartikel zu finden” einige Anlaufstellen genannt um sich mit Ideen und Inspiration zu versorgen. Ähnliche Ratschläge finden sich auch auf vielen anderen Blogs. Das zeigt mir sehr deutlich dass auch viele andere Blogger auf diesem Wege an ihre Themen kommen.

Um vom inspirierten Blogger nicht zur Copycat zu werden ist es jedoch sehr wichtig immer Quellen zu nennen. Das sollte Ehrensache sein, wird jedoch häufig vergessen. Der Quellenverweis wertet einen Artikel nicht ab, sondern bietet eigentlich nur Vorteile. Wird ein Trackback/Pingback gesetzt kann ein Besucheraustausch beginnen, was neue Leser und Kommentatoren verspricht. Inspiration ist also OK, aber man sollte immer versuchen eigene Ansichten und Standpunkte zum Thema in den Artikel einzubringen. Das ist man den eigenen Abonnenten schuldig, denn diese folgen einem hauptsächlich deshalb. Sie wollen lesen was man selbst zu sagen hat. Und natürlich sollte nicht jeder Artikel durch die Werke anderer inspiriert sein, manchmal muss man sich einfach auf die Hinterbeine setzen und eigene Ideen entwerfen. Werden diese Punkte nicht beachtet kann man schnell den Ruf als Copycat weg haben.

Der kleine Lichtblick

Der einzige positive Aspekt den man den Copycats abgewinnen könnte ist die Tatsache dass sie unter Umständen helfen können wichtige Nachrichten in der Blogosphäre zu verbreiten. Berichte über Sicherheitslücken in WordPress oder wichtige Änderungen der Gesetzeslage bzgl. Impressum und Co. Leider richtet sich dass Werk der Copycats in erster Linie auf Traffic-Artikel. Generell gilt, man kann sich kreativ total verausgaben und etwas individuelles machen. Einen bestehenden Blog nachzubauen ist nicht cool!!

Mach was eigenes!

Mir ist Individualität gerade beim Erscheinungsbild eines Blogs sehr wichtig, einen 1:1 Nachbau wird vermutlich niemand so schnell schaffen, dafür wurde an guten Blogs zu viel gewerkelt. Darum lohnt es sich eigentlich gar nicht das Design eines bekannten Blogs zu kopieren, weil es länger dauert und am Ende nur ein Duplikat ist. Dennoch wird was gefällt munter kopiert, eigentlich sehr schade. Blogs sind der ultimative Spielplatz für Kreative. Sei cool und macht was eigenes aus deiner Inspiration.

Wie ist deine Erfahrung mit Copycats in Bezug auf Text und Grafik. Würdest du meiner Ausführungen, insbesondere der Behauptung dass in fast jedem Blogger ein Copykätzchen steckt, zustimmen?

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2 Kommentare zu Der schmale Grat zwischen Inspiration und Kopie

  1. Andy sagt:

    Neulich wurden bei mir über 7000 Worte kopiert… da wird einem schon übel…. und auch beim Design stimme ich dir zu, man will ja seinen eigenen Wiedererkennungswert haben… wenn jamand das dann echt nachbastelt ist nicht nur uncool, sondern blöd!

  2. Bloghop sagt:

    Sehr interessantes Thema! Ich behaupte von mir selbst, dass ich meistens “eigene Ideen” habe, die ich umsetze und für die ich dann im Anschluß “Unterstüzende Links bzw. Artikel” suche. Also sprich Artikel und Bloggern den ich einen Trackback schicken kann.

    Aber ab und an kommt es auch vor, dass ich Artikel übersetzte, da ich sie so toll finde. Aber erstens bekommen die dann einen Trackback und zum zweiten bekommt der Artikel einen Link und ich schreibe auch, woher ich meine Inspiration habe.

    Denn auch der jenige, der sich das Thema und den Artikel hat einfallen lassen gehört gewürdigt.

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