Sackgasse Schreibblockade

Bei mir ist die Lust auf das Internet zurückgekehrt und die 0-Lust-Phase überwunden. Allerdings hat sich diese kurze Phase der Unlust, die sich in einer kleinen Blogpause geäußert hat nicht kampflos ergeben und mir vor ihrem Verschwinden ihren bösen Cousin namens Schreibblockade zurückgelassen. Für mich absolut unschön, habe ich doch den Kopf voller Ideen die ich momentan einfach nicht „zu Papier“ gebracht kriege. Diese , es fühlt sich an wie eine Mischung aus Wortfindungsschwierigkeiten und Halbschlaf. Ganz komisch. Auf jeden Fall passiert es mir immer wieder, dass ich merke wie ich einfach nur auf den Text starre und nicht weiß wie ich fortfahren soll. Deshalb habe ich mich gestern und heute intensiv informiert, denn das Thema Schreibblockade wird vielerorts behandelt .

Als erstes habe ich erfahren dass eine Schreibblockade nicht wie ein 6er im Lotto anzusehen ist, denn sie trifft jeden irgendwann. Besonders Buchautoren haben wohl häufig damit zu kämpfen wenn sie die Angst vor dem leeren Blatt erleben. Aber auch unter Bloggern ist das Thema weit verbreitet und viele von meinen Lesern haben bestimmt schon eigene Erfahrungen damit gesammelt.

Ursachenforschung

Nachdem ich ein paar dutzend Blogartikel und Abhandlungen gelesen habe konnte ich den 1. wichtigen Schritt zur Lösung der Schreibblockade ausmachen. Es geht los mit der Ursachenforschung. Die Ursachen für eine Schreibblockade sind so facettenreich wie wir Blogger, ein paar der häufig genannten Gründe konnte ich jedoch auch für mich als zutreffend erkennen. Es sind der Massen-Input und mein persönlicher Perfektionismus.

Der Massen-Input

Das kleinere meiner 2 Übel, jedoch definitiv eine Ursache für die temporäre Schreibblockade. Damit ist ganz einfach die Dosis an Informationen gemeint die ich mir täglich verabreiche. Es beginnt mit ein paar hundert Feedabos die ich allesamt interessant oder inspirierend finde und von denen ich keins mehr missen möchte. Viel Input führt bei mir zu vielen Ideen. Ich komme durch Artikel auf anderen Blogs auf eigene Ideen indem ich mir überlege was ich selbst zu einem Thema schreiben könnte. Oder aber die Artikel bringen mich auf Ideen zu anders orientierten Themen.

Da ich momentan nicht den Anspruch stelle auf How-to-Wordpress einen hochaktuellen Blog zu bieten renne ich also nicht nur den aktuellen Themen hinterher sondern betrachte auch viele andere Dinge, die mich selbst interessieren. Plugins, Themes, Tutorials und vieles mehr. Das Resultat ist ein hoher Verbrauch an Notizblöcken und unglaublich viele angefangene, aber nie beendete Artikel. Aktuell sind es rund 40 Stück. Warum schreibe ich diese Artikel nicht einfach fertig? Nun, da kommt die 2. Ursache der Schreibblockade ins Spiel.

Perfektionismus

Auf den ersten Blick eine positive Eigenschaft, steckt doch das Wörtchen „perfekt“ darin. Allerdings hat sich der Perfektionismus in den letzten Monaten zu meinem persönlichen Blogdämonen entwickelt und es wird dringend Zeit hier die ersten Exorzismen zu wirken. Wie kommt der Perfektionismus zustande? Nun, das hat sich mit der Zeit irgendwie aufgebaut. Mit steigendem Blogalter und wachsender Anzahl an Lesern hat sich bei mir die Leichtigkeit verabschiedet. Wo ich früher einfach drauf los geschrieben habe stellt sich heute der Perfektionismus in bester Türsteher Manier in den Weg. Ein breitschultriger Kerl der dafür sorgt dass ich mich immer wieder an Artikeln festbeiße. Sei es bei der Recherche oder beim Textaufbau. Der Anspruch dass mein Artikel halbwegs perfekt sein muss führt dazu dass der Zeitaufwand bei der Erstellung immer größer wird. An dieser Stelle sagt das Unterbewusstsein dann häufig: „Nö, viel zu viel Aufwand“! Und statt intensiv an dem Artikel zu arbeiten starre ich die Einleitung an bis ich den Artikel dann irgendwann auf die lange Bank schieben kann.

Raus aus der Sackgasse

Nachdem ich mir nun der Ursachen bewusst bin gilt es den Weg aus der Sackgasse zu finden. Dieser Artikel, den ich einfach schnell geschrieben habe, bildet den Anfang der Selbsttherapie. Es wird schwer den Perfektionismus zu überwinden, schließlich ist für viele meiner Themen eine gewisse Recherche und Fleißarbeit einfach unumgänglich. Hier muss ich nun besonders darauf achten was beim Schreiben in meinem Kopf vorgeht und wann der Perfektionismus zur Blutgrätsche ansetzt.

Wie sind deine Erfahrungen mit Schreibblockaden? Hast du selbst schon eine erlebt und wie bist du dagegen vorgegangen? Welche Ursachen kannst du bei bei dir ausmachen?

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2 Kommentare zu Sackgasse Schreibblockade

  1. Patrick sagt:

    Mit geht es im Moment auch so, dass ich unter einer Schreibblockade leide. Ich schaffe es gerade so mit Mühe und Not meine Frequenz von einem Artikel am Tag zu halten. Woran es genau liegt kann ich nicht sagen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich merke, dass generell die Schreibblockade durch die Blogosphäre herumspukt. Mein RSS Feedreader hat schon mal bessere Zeiter erlebt.

    Bei zu viel Input hat man nicht nur das Problem, dass man es nicht richtig ordnen kann sondern schreibt erst gar nicht darüber. Wenn schon fünf andere Blogs über das gleiche Thema schreiben finde ich das nicht besonders toll und ist ziemlich unkreativ. Da kommt dann auch der Punkt mit dem Perfektionismus ins Spiel. Man hat recht hohe Andorderungen an sich selbst und schreibt daher nicht mehr über alles. Wenn ich denke, dass ich letztes Jahr zu der Zeit täglich mindestens drei Artikel geschrieben hatte. Von dennen würde ich aber heute auch nicht mehr alle schreiben, weil sie nicht mehr meinen Anfroderungen genügend.

    Dann wünsche ich dir, dass du nicht in der Schreibblockade hängen bleibst und jetzt wieder so richtig aufdrehst.

  2. Uli Müller sagt:

    Interessanter Artikel … denn wirklich jeder Blogger oder Autor steckt mal in diesem “Dilemma”. Ich für meinen Teil bekämpfe das Problem mit Ausgleich … suche dir etwas was Spaß macht und nicht mit Computern zu tun hat (Beispiel: Sport) … das hilft mir sehr gut.

    Ich denke auch das ist der Grund warum viele Buchautoren ständig in andere Länder reisen oder in abgeschiedenen Gegenden Ihre Bücher schreiben … nämlich um abschalten zu können und sich auf das wesentliche zu konzentrieren oder aber um neue Ideen zu finden.

    Perfektionismus ist schlecht! Perfektionismus bedeutet Stillstand … und das wollen wir ja nicht! Habe mal einen Artikel darüber geschrieben: “Keine Zeit für Perfektionimus” wo es darum geht …

    PS: Bin auch Perfektionist 🙁 aber ich halte es in Grenzen ^^ das wird schon wieder 🙂 Ein schönes Wochenende!

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