Subscribe to Comments mit Double Opt-In – Ein Must-Have für Blogger

In letzter Zeit bin ich wieder einigen neu gestarteten oder frisch umgebauten Blogs begegnet. In den meisten Fällen wurde vom jeweiligen Blogger auch um Kommentare und Anregungen gebeten was man noch besser machen könnte. Was mir dabei sehr oft aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass oft die Möglichkeit fehlt Kommentare zu einem Artikel zu abonnieren. Schlage ich dann solch eine Verbesserung vor und bekomme durch die Blume gesagt dass das Mist ist, kann ich eigentlich nur noch mit Kopf schütteln und mir leise denken “selber Schuld, da entgeht dir was”.

Vorteile der Subscribe to Comments Funktion

Eines der markanten Kennzeichnen eines Blog sind Kommentare der Besucher unterhalb eines Artikels, die sich nicht selten zu Diskussionen zwischen mehreren Personen entwickeln. Um diese Diskussionen zu fördern ist der Einsatz eines Subscribe to Comments Plugins eigentlich unumgänglich. Kommentatoren können sich mithilfe dieser Funktion bequem über neue Antworten zu einem Artikel informieren lassen. Die Benachrichtigung erfolgt per E-Mail. Auf diese Art und Weise kann man auch viele Diskussionen auf einmal verfolgen und jederzeit wieder einstiegen ohne den ganzen Tag auf den jeweiligen Blogs verbringen zu müssen und Artikel im Minutentakt zu aktualisieren.

Wer als Blogger glaubt, dass ein Leser der einen Kommentar hinterlassen hat auch automatisch die ganze Diskussion verfolgt ist, grob gesagt, schief gewickelt. Der eigene Blog ist nicht der Mittelpunkt des Internets, zumindest nicht für Besucher. Die verlieren eine Diskussion nämlich schnell mal aus den Augen, wenn sie keine Möglichkeit haben über neue Kommentare informiert zu werden. Mir geht es da nicht anders, kann ich keine neuen Kommentare abonnieren verpasse ich etwas, denn ich schreibe täglich auf einigen Blogs und kann nicht alles nachverfolgen. Auch wenn mich ein Thema sehr interessiert verliere ich es möglicherweise aus dem Blickfeld, denn auch auf anderen Blogs werden schöne Artikel geschrieben.

Subscribe to Comments bietet meiner Meinung nach also 2 klare Vorteile. Es ist ein toller Service für den interessierten Leser, zeigt es doch, dass der Blogger sich Gedanken um seine Besucher macht und gerne Diskussionen unter seinen Artikeln hat. Der andere Vorteil ist, dass Subscribe to Comments ganz klar dafür sorgt dass das Kommentaraufkommen eines Blogs ansteigt. Einfache Diskussionsübersicht, schneller Wiedereinstieg, mehr Kommentare. Ein Blog der stark mit Kommentaren frequentiert wird wirkt zweifellos attraktiver auf Besucher die auch immer potentielle Abonnenten und Werbekunden sein können.

Double Opt-In muss sein

Wer nun Interesse daran hat auch auf seinem Blog das Abonnement der Kommentare eines Artikels zu ermöglichen muss jedoch aufpassen. Die Auswahl an Plugins, die diesen Dienst verrichten ist groß, aber lange nicht alle sind auch für deutsche Blogger geeignet.

Der Gesetzgeber hier in DE schreibt im § 7 (Unzumutbare Belästigungen) des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ) vor, dass der Empfänger seine Einwilligung zum Empfang von Werbung geben muss. Richtig so! Hauptsächlich auf die Versender von nerviger Newsletter Werbung ausgerichtet, fallen allerdings auch abonnierte Blogkommentare darunter, denn diese werden ja ebenfalls per E-Mail zugestellt.

Insbesondere bei kommerziell ausgelegten Blogs (hier reicht es Adsense eingebunden zu haben) ist darauf zu achten, den Besuchern diese Möglichkeit zur Einwilligung zu geben. Andernfalls bietet man der Abmahnindustrie durchaus einen Ansatzpunkt, denn in der Vergangenheit ist dies bereits geschehen. Nun braucht man jedoch nicht zurückzuschrecken. Die notwendige Doppelbestätigung ist natürlich schnell zu haben. Die erforderliche Lösung, die sich mittlerweile fast überall etabliert hat wo Kommentarabos per E-Mail eingesetzt werden, ist die sogenannte Double Opt-In Methode, die natürlich auch schon in Plugins verbaut wurde.

Subscribe to Comments Reloaded

Ich empfehle an dieser Stelle das Plugin Subscribe to Comments Reloaded. Das Plugin selbst ist sehr schnell installiert und wird wie alle anderen Plugins auch aufgespielt. Nach der Installation hat man über den Einstellungsbereich des Plugins die Möglichkeit eigene Texte zu hinterlegen die den Bestätigungslink umgeben. Das ermöglicht es die Abonnenten individuell anzusprechen.

Das Plugin erzeugt natürlich auch das erforderliche Feld, das benötigt wird um Kommentare zu abonnieren. Dabei muss der Kommentator einfach nur ein Häkchen setzen bevor er seinen Kommentar absendet. Schon erhält er den Bestätigungslink per E-Mail. Ist das Abonnement bestätigt erhält er Infos über neue Kommentare per E-mail. Natürlich kann er diese Benachrichtigung auch jederzeit wieder abbestellen. Mit Subscribe to Comments Reloaded lässt sich noch ein weiteres nettes Feature installieren. Die Möglichkeit sich über neue Kommentare informieren zu lassen ohne selbst kommentiert zu haben. Dazu trägt man einfach seine E-Mailadresse ein. Wie man beide Optionen einbindet wird in der Installationsanleitung von Subscribe to Comments Reloaded gut erklärt. Anlaufstelle für den kleinen Eingriff ist die Datei comments.php.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Artikel einige Skeptiker davon überzeugen ihre Einstellung Subscribe to Comments als nutzlos anzusehen nochmals zu überdenken. Denn eigentlich kann man mit Subscribe to Comments nur gewinnen, oder wie siehst du das?

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4 Kommentare zu Subscribe to Comments mit Double Opt-In – Ein Must-Have für Blogger

  1. Miller sagt:

    Ich sehe das genauso! Was kann man denn schon verlieren durch die Implementierung der Funktion? Ein angenehmer Service der eigentlich zu häufig genutzt wird, als dass man ihn vernachlässigen könnte.

  2. Max sagt:

    Ich verwende dasselbe Plugin auf meinem Blog und ich muss sagen, dass ich auf anderen Blogs die dies anbieten bei fast allen Kommentaren den Haken zur Benachrichtigung setze.

    Viele Artikel bieten so großes Diskussionspotential, welches dann durch das Verzichten einer solchen Funktion nicht ausgeschöpft wird. *kopfschüttel

  3. Redneck sagt:

    Ich halte das (inzwischen) auch für elementar, wenn man an einer Unterhaltung mit dem Besucher interessiert ist. Bei einigen Blogs finde ich das schade, dass man zwar den RSS-Feed angeboten bekommt, um die neuen Artikel zu sehen, aber keine Möglichkeit hat, im Gespräch zu bleiben.

  4. Florian sagt:

    Hi, danke für den Tipp!

    Ich habe das Subscribe to Comments Reloaded auch gerade installiert und alles eingedeutscht, was ging. Aber einige Sachen kann man nicht so einfach übersetzen, weil das fest vorgegeben ist. An welche Datei muss man denn da?

    Viele Grüße
    Florian

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